eudwigen / Hertogenzu Wuͤrtemberz / c.
vnd ſich ʒum ſterbenrichten· Ob jhm wol nun Gott auß ſondern Gnaden / ſein Leben auff fuͤnffʒehen jar verlaͤngeri/ iſt doch s4 jar / welche Ezechias erꝛeicht / damals gar ein gering Alter geweſen.
Der gottſelige König Joſias wuͤrdt nur neun pund neg. dreiſſig jar alt: iſt kaum / als wann heuttige iags einer fuͤnff Chron. 3 oder ſechs vnd zweintzig jar alt wuͤrdt. Ja Chrifius / der ge⸗ recht / vnd gerechtmachende ſelbſt / hat vber vier vnd dreiſ⸗ ſig jar ſein Alter nicht gebracht/ ſonder iſt in ſolchem nicht hohen Alter gegangen den weg alles fleiſchs.
Zwar / ob es wolfuͤr vnſern augen ein beſchwerlich an⸗
ſehen hat / vnnd vnſerthalb keines guten ſchuld iſt / wann
Gott Chriſiliche Regenten / die Alters vnd Kraͤfften Leibs
vnd Gemůts halben bey der Kirch Gottes / vndin der Po⸗
licey / noch vil jargroſſen Nutzen hetten ſchaffen koͤnnen / ſo
zeitlich hinweg raffet: ſo hat doch Goti ſeine eins theils verborgene / theils in ſeinem Wort geoffenbarte vrſachen
darauff. .
Erſtlich/ geſchihet ſolches jhnen zu gulem. Dauen im Propheten Eſaia im ʒ6. Eap· alſo geſchriben ſtehet: Die xſa.ʒ. Gerechten werden weggeraffet vor dem vnglůck. Vnd die
richtig fůr ſich gewandlet haben / kommen zum Friden / vnd
rhuen in jhren Kammern · Was diß fuͤr ein Gnad ſey / laßt
vns Gott etwa erfahren / wann wir vnſere Sachen ! vnd der
Welt lauff ſo beſchaffen finden / daß wir vor der zeit / lebens
ſatt werden / vnnd vns ſelbs ettlich klaffter tieff vnder das Erdtreich hinunder wunſchen. Darnach gehoͤren ſolche fromme Regenten in den Spruch des Apoſtels an die He⸗
breer im eilfften Capitel / da von gottſeligeni woluerdien⸗ Heb· u. ten / vnd ʒeitlich in das himmeliſch Paradiß verſetzten Kin⸗
dern Goties geſchriben ſichet: Die Welt war jhrer B iüj nicht


