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ſollet euch nicht Schaͤtze ſamlen auff Erden / da ſie die Mot⸗
zu Ortenburg. n
Derhalben iſt von nothen / das ein jeglicher dleſer up6n trewhertzigen vermanung Chriſtt fleiſſig nachdencke: Ihr „. ſ
ten / vnnd der Roſt freſſen / vnnd da die Ditebe nachgraben vnnd ſtelen. Samlet euch aber Schätze im Himmel / da 6
ſie weder Motten noch Roſt freſſen / vnnd da die Dtebe nicht 3 nachgraben noch ſtelen: ¶ Denn wo ewer Schatz iſt / da iß auch ewer Hertz.
Wer mun dieſen Schatz / wie thewer vnd koſtlich der⸗ ſelbe iſt / recht erkennet / vnd gelernet hat / der wirt je lenger je mehr nach demſelben verlangen haben / alles gar gern ver⸗ laſſen / ja alles auff Erden fur ſchaden vnd dreck halten / auff daß er Chriſtum gewinne / vnd in jhm erfunden werde / wirt vergeſſen was dahinden iſi / vnd ſich ſtrecken nach dem / was da fornen iſt / vnnd nachjagen dem fuͤrgeſteckten ziel / nach dem Kletd / das vns fuͤrhelt die himliſche beruffung GDttes tn Chriſto Jeſu / wie Paulus redet. Alſo findet ein jeg⸗ K licher glaubiger / daß Sterben ſein Gewin iſt / wann Chriſius ſein Leben iſt.
Vnd iſt alſo der Herꝛ Chriſtus eines jeglichen glaubt⸗ gen Gewin im Leben vnd Sterben / weil ein jeglicher glau⸗ biger weiß / vnnd getroſt ſagen kan: Lebe ich / ſo lebe ich dem HErin: ſterbe ich / ſo ſterbe ich dem HErin: darumb / ich mv lebe oder ſterbe/ ſo bin ich deß H E RR N. Denn darzu iſt C H RJ S T V Sgeſtorben / vnnd wider aufferſtan⸗ den / vnd widerumb lebendig worden / daß er uͤber Todte vnd kebendige HErꝛ ſey.
Das ſol nun vnſer aller flei / vnd ſteteige ſorge ſeyn⸗ daß wir dieſes recht faſſen / vnd verſiehen moͤgen · Biü Selig


