zu Ortenburg. —
mercken / das einer wiſſen kan / er werde nimmermehr zu⸗
ſchanden werden. Alſo troſtet ſich David / vnd bittet auch g Gott darumb: HErꝛ auff dich trawe ich / laß mich nimmer⸗ yvMn mehr zuſchanden werden. Vnd im 2. Pſalm: Nach dir /
HEr: / verlanget mich / mein GOTT/ch hoffe auff dich /
laß mich nicht zuſchanden werden. Vnnd Eſatas ſpricht: E3o v. Ichweiß/ daß ich nicht zuſchanden werde. Damit deß m Ayoſtels Pauli Wortte uͤber ein kommen: Ich weiß / an
wen ich glaube / vnnd bin gewiß / daß er mir meine beylage
bewaren kan / biß an jenen Tag.
Alſo fuͤhret vns Syrach zur betrachtung der Exempel rach⁊v derer / die auff G Dtt gehoffet haben / vnd ſpricht: ſehet an die Exempel der alten / wer iſt jemals zuſchanden worden ⸗ der auff jhn gehoffet hat. Vñ dieſer vrſach halben erzehle⸗ der Apoſtel an die Hebreer / die Exempel der glaubigen / die auff GOtt gehoffet / vnnd nicht zuſchanden worden ſeyn. Rom. 4.v. Vnnd in der Epiſtel an die Römer ſagt der Apoſtel / daß „. Abraham geglaubet hab auff hoffnung / da nichts zu hoffen geweſen ſey. Alſo muß ſich der Glaub mit ſolcher ſtarcken hoffnung beweiſen.
Wer nun abermalmit Warheit ſolches in ſeinem Her⸗ tzen empfindet / vnd getroſt ſagen kan / der iſt gewiß Seelig/ der wird auch das / was er noch nicht ſiehet / ſondern durch Rom:1.v. hoffnung mit gedult erwartet / gewißlich erlangen. Al⸗ 24. ſo ſind die Kinder G D T T E S in der hoffnung ſee⸗ lig: Alſo handeln vnnd Wandeln auch dieſelben hie auff Erden / daß ſie durch Ehre vnd Schande / durch bö⸗ n⸗ ſe geruͤchte / vnnd gut geruͤcht: als die verfuͤhrer / vnd doch warhafftig: als die vnbekanten / Vnnd doch bekandte: j.
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