6 Leichpredig Graven Joachims
3. Theſ: 2. v. 16. Rom:. v.
J.
Rom: 1. v. ₰.
Nom: 13. V 13⸗
ſondern auch / wann er ſterbe / an dem HErꝛn C.Hriſto ha⸗ be / vnd behalte / ja recht vnd vollkomlich erlange / dieweil er alſo der Sünden abſterbe / vnnd durch den Todt ins ewige leben hinein gehe ·
Wann ſich dann Paulus in ſeinem Leben / vnd da jh⸗ me ſein Todt gar nahe geweſt / alſo getroſtet / vnd dieſes vns zum tꝛoſt auffgeſchrieben hat / ſo ſollen wir vns deſſelbẽ recht lernen zu nutz machen. Daß wir l. mercken· Wollen wir be⸗ ſtendigen vnnd ewigen troſt haben / ſo muͤſſen wir vns pru⸗ fen / ob wir auch dieſes endliche erwarten vnd hoffen / auch ſolche freudtgkeit in vnſern Hertzen empfinden. Wannwir ſolches empfinden / ſo iſis ein gewtſſes zeichen vnd zeugnuß / daß der Heylige Geiſt in vns ſey / der ſolches gewůrcket / vnd
ch wircke / vnnd daß vns Gott gewihlich lieb hat. Alſo gibt G Bit dieſe hoffnung / wie der Apoſiel ſagt: GDtt hat vns geliebet / vnd gegeben einen ewigen Troſt / vnd eine gut⸗ te hoffnung durch gnade. Darumb der Apoſtel / da er von der hoffnung in truͤbſal geſchrieben / alſo beſchleuſt: Die lie⸗ be Gottes iſt außgegoſſen in vnſere Hertzen / durch den Hey⸗ ligen Geiſt / der vns gegeben iſt. Damit wir aber ſolche hoffnung haben moͤgen / iſt von noͤthen / daß wir vns an das Wort deß Heyltgen Evangelti halten. Denn alles / was zu⸗ vor geſchrieben iſt / daß iſt vns zur Lehre vorgeſchrieben / daß wir durch gedult vnnd troſt der Schrifft / hoffnung haben · Vnd dann daß wir mii dem Gebet fleiſſig anhalten / wie vns der Apoſtel daſelbſt mit ſeinem Exempel lehret / da er ſpricht: Gott aber der hoffnung erfuͤlle euch mit allerley freude vnnd friede im Glauben / daß jhr vollige hoffnung habet durch die Krafft deß Heyltgen Geiſies.
1. So muß man die wuͤrckung ſolcher hoffnung flelſſig mercken /


