Nach dem lachen koͤmpt trawren / vnd nach der frewde
koͤmpt leid / Aber dort wird ſein ein æternum & ſoli⸗ dum gaudium, quod nuſla interturbabit calamitas, eine ewige beſtendige frewde / die kein truͤbſal wird auff⸗ heben.
Wir werden aber in ſolcher ewigen Seligkeit nicht allein vnſern Heyland anſchawen / ſondern auch jhn mit dem Vatter vnd heiligen Geiſt ohne einige bemůͤhung in ewigkeit loben vnd preiſen / vnd mit den heiligen En⸗ geln vnnd allen Auserwehlten / das Sanctus, Gloria in excelſis, vnd Te Deum laudamus, ſingen / wie Au⸗ guſtinus hieuon ſchreibet: Ibi Deum ſine fine vide⸗ bimus, ſine faſtidio amabimus, ſine fatigatione lau⸗ Dei, cap. . dabimus.
Mit ſolchem ſeligen anſchawen ſollen wir vns in allen vnſern anfechtungen vnnd bekuͤmmerniſſen / nach dem Eyempel des geduͤltigen Jobs / troͤſten / vnd ſagen:
Ich weis das mein Erloſer lebet / vnd er wird mich her⸗ lob. 13. nach aus der Erden auffwecken / vnd werde darnach mit
dieſer meiner Haut vmbgeben werden / vnd werde in meinem Fleiſch Gott ſehen / denſelben werde ich mir
ſehen / vnd meine augen werden jhn ſchawen / vnd kein frembder.
Nach ſolchem anſchawen ſollen wir vns auch hertz⸗ lich ſehnen/ vnd mit dem lieben Dauid ſagen: Meine plu. 2, Seele duͤrſtet nach Gott / nach dem lebendigen Gott ⸗
Wenn werde ich dahin kommen / das ich Gottes Ange⸗
ſicht ſchawe e Vnd mit S. Paulo begeren abzuſchei⸗ bnip. „ den / vnnd bey Chriſto zu ſein. Euolemus, euolemus,
laſt vns hinauff fliehen / ſchrie die Monica / des heiligen
Auguſtini Mutter / aus groſſem verlangen nach dieſem
herrlichen anſchawen / in der ewigen Seligkeit. Wie
hertzlich


