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Christliche Predigt, Bey dem Begrebnis der Erbarn vnnd Tugentsamen Frawen Barbara Hewerin, weiland des Erbarn vnnd Achtbarn Herrn Johan Heinrich Hewers, Chur vn[d] Fürstlichen Sächsischen gewesenen AmptSchultheissen zu Suhla, hinterlassenen Widtwin : Anno 1599. den 13. Januarij, aus den letzten dreyen Versen des 91. Psalms gehalten / Durch M. Christophorum Schadium, Pfarrherrn zu Suhla
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1. Cor. 13.

2. Cor. 5. 1. Iohan. 3.

Iohan. 20.

3. Pet. 1.

lohan. 16.

ſehen wir jhn durch einen Spiegel / als in einem tunckeln wort (ſpricht Paulus) denn aber von Angeſicht zu An⸗ geſicht. Wir wandeln hie im glauben / vnnd nicht im ſchawen / dort aber werden wir jhn ſehen / wie Er iſt. Hic creditis, ibi videbitis, ſagt Auguſtinus / welches ſeligen anſchawens wir nimmermehr werden koͤnnen ſatt werden / es wird heiſſen: Expleri mentem nequit, ardeſcitq; tuendo.

Wie ſehr hat ſich doch der heilige Patriarch Ja⸗ cob gefrewet / do er den Meſsiam geſehen / in der geſtalt welche er zu beſtimpter zeit annemen ſollen / das er fuͤr groſſer frewde jhm dieſe wort ausbricht: Vidi Pomi⸗ num ã facie ad faciem, & ſalua facta eſt anima mea, Ich habe Gott von Angeſicht zu Angeſicht geſehen vnnd meine Seele iſt geneſen. Es wurden die Juͤnger fro / wie der Euangeliſt meldet / das ſie den HE RRN ſahen / nach ſeiner Aufferſtehung / Wie viel mehr wer⸗ den wir vns frewen / wenn wir vnſern Heyland Iheſum Chriſtum in ſeiner Maieſtet zur rechten Gottes ſitzend von Angeſicht zu Angeſicht anſchawen werden? Von ſolcher frewde redet S. Petrus alſo: Wenn nun of⸗ fenbaret wird Iheſus Chriſtus / welchen jhr nicht geſe⸗ hen / vnd doch lieb habt / vnd nun an jhn gleubet / wiewol jhr jhn nicht ſehet / ſo werdet jhr euch frewen mit vnaus⸗ ſprechlicher vnnd herrlicher frewde / vnd das ende ewers Sabhc daruon bringen / nemlich der Seelen ſelig⸗

eit. Dieſe frewde wird eine ewige frewde ſein / welche niemand von vns nemen wird. In dieſer Welt iſt keine frewde beſtendig / do heiſi es / wie der Poet ſaget: Vſqʒ adeò nulla eſt ſincera voluptas, Solicitumq́; aliquid

Prouerb. 14. lætis interuenit. Wie auch Salomo ſolchs bezeuget:

Nach