vIII. Rxhibitio fa⸗ lutis.
Luc. 2.
Die achte vnd letzte wolthat / ſo Gott den rechtgleu⸗ bigen verheiſſet / iſt die exlubitio falutis, welches die al⸗ ler groͤſte wolthat iſt / dauon ſagt der allmechtige allhier alſo: Ich wil jhm ʒeigen mein Peil. Durch das wort H E J4/ haben die heiligen Lehrer der Kirchen Gottes / wie auch newlich gemeldet /Chriſium Iheſum vnſern einigen Heyland vnd Seligmacher verſtanden⸗ das dieſe wort: Gſtendam illi ſalutare meum, oder wie es eigentlich lautet / videre faciam eum ſalutare meum, Ich wil jhm ʒeigen / oder ſehen laſſen mein heil /
ſo viel ſind als: Ich wil jm ʒeigen meinen Iheſum / den
autorem ſalutis, von welchem er ſampt allen gleubigen die ſeligkeit haben ſol. Dieſen Heyland / nennet der alte Simeon vfih ſalutate, wie es im Griechiſchen all⸗ hier ſiehet / welchs Lutherus daſelbſt mit dem wort Hey⸗
land verdeutſcht hat. Das aber diß der heiligen Vaͤter vnnd alten Leh⸗
rer det Kirchen Gottes auslegung vnnd erklerung ſcy ⸗ hat man aus nachfolgendem zuerſehen.
Auguſtinus ſchreibt alſo vber dieſen Text / Eto⸗ ſtendam illi ſalutare meum: Hoc dicit, oſtendam illi ipſum Chriſtum, Ich wil jhm ʒeigen mein Heil / das iſt ſ wenn er ſagte / Ich wil jhn Chriſtum ſehen aſſen.
Bernhardus: oſtendam illi leſum meum, vtin æternum iam videat, in quem credidit, quem dile⸗ xit quem ſemper optauit. Ich wil jhm zeigen mei⸗ nen Iheſum / das er jhn hinfort in ewigkeit ſehe / an wel⸗ chen er gegleubet hat / den er geliebet / den er zu ſehen be⸗ geret hat.
Beda


