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Christliche Predigt, Bey dem Begrebnis der Erbarn vnnd Tugentsamen Frawen Barbara Hewerin, weiland des Erbarn vnnd Achtbarn Herrn Johan Heinrich Hewers, Chur vn[d] Fürstlichen Sächsischen gewesenen AmptSchultheissen zu Suhla, hinterlassenen Widtwin : Anno 1599. den 13. Januarij, aus den letzten dreyen Versen des 91. Psalms gehalten / Durch M. Christophorum Schadium, Pfarrherrn zu Suhla
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vIII. Rxhibitio fa⸗ lutis.

Luc. 2.

Die achte vnd letzte wolthat / ſo Gott den rechtgleu⸗ bigen verheiſſet / iſt die exlubitio falutis, welches die al⸗ ler groͤſte wolthat iſt / dauon ſagt der allmechtige allhier alſo: Ich wil jhm ʒeigen mein Peil. Durch das wort H E J4/ haben die heiligen Lehrer der Kirchen Gottes / wie auch newlich gemeldet /Chriſium Iheſum vnſern einigen Heyland vnd Seligmacher verſtanden⸗ das dieſe wort: Gſtendam illi ſalutare meum, oder wie es eigentlich lautet / videre faciam eum ſalutare meum, Ich wil jhm ʒeigen / oder ſehen laſſen mein heil /

ſo viel ſind als: Ich wil jm ʒeigen meinen Iheſum / den

autorem ſalutis, von welchem er ſampt allen gleubigen die ſeligkeit haben ſol. Dieſen Heyland / nennet der alte Simeon vfih ſalutate, wie es im Griechiſchen all⸗ hier ſiehet / welchs Lutherus daſelbſt mit dem wort Hey⸗

land verdeutſcht hat. Das aber diß der heiligen Vaͤter vnnd alten Leh⸗

rer det Kirchen Gottes auslegung vnnd erklerung ſcy hat man aus nachfolgendem zuerſehen.

Auguſtinus ſchreibt alſo vber dieſen Text / Eto⸗ ſtendam illi ſalutare meum: Hoc dicit, oſtendam illi ipſum Chriſtum, Ich wil jhm ʒeigen mein Heil / das iſt ſ wenn er ſagte / Ich wil jhn Chriſtum ſehen aſſen.

Bernhardus: oſtendam illi leſum meum, vtin æternum iam videat, in quem credidit, quem dile⸗ xit quem ſemper optauit. Ich wil jhm zeigen mei⸗ nen Iheſum / das er jhn hinfort in ewigkeit ſehe / an wel⸗ chen er gegleubet hat / den er geliebet / den er zu ſehen be⸗ geret hat.

Beda