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Christliche Predigt, Bey dem Begrebnis der Erbarn vnnd Tugentsamen Frawen Barbara Hewerin, weiland des Erbarn vnnd Achtbarn Herrn Johan Heinrich Hewers, Chur vn[d] Fürstlichen Sächsischen gewesenen AmptSchultheissen zu Suhla, hinterlassenen Widtwin : Anno 1599. den 13. Januarij, aus den letzten dreyen Versen des 91. Psalms gehalten / Durch M. Christophorum Schadium, Pfarrherrn zu Suhla
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Alſo hat dieſe wort ausgelegt / der heilige Augu⸗

inus: Quæ eſt longitudo dierum ? Vita æterna. Longitudo illa eſt, quæ non habet finem, æterna vita, quæ nobis promittitur in diebus longis. Non enim ſufficit nobis quicquid longum eſt in tempore, ſi habet finem, & ideo nec longum dicendum eſt, Das iſt: Was iſt das lange leben ? Es iſt das ewige leben. Die lenge des lebens / welche kein ende hat / iſt das ewige leben / welches vns allhier im langen leben verheiſſen wird. Denn wir haben nicht gnug an dem das zeitlich lang weeret / vnd ein ende hat / darumbes auch keine lenge mag genennet werden.

Lyra ſchreibt alſo: Longitudine dierum reple⸗ bo eum. Quia vita heata non habet terminum, das iſt/ Ich wil jhn ſettigen mit langem leben / denn das e⸗ wige leben oder Seligkeit hat kein ende.

Beda erkleret dieſe wort / Ich wil jhn ſettigen mit B

langem leben / alſo: dabo ei æternitatem, Ich wil jhIm die ewigkeit geben. . eet Pocior Hiero. Vueller verſiehet dieſe wort auch vom ewigen leben / vnd allerley Himmliſchen guͤtern / in dem er vber den letzten Vers des v). Pſalms alſo ſchrei⸗ bet: Non ſimpliciter dicit, dabo ei vitam æternam, ſed ſignificantioribus & dulcioribus verbis vtitur dicens: longitudine dierum replebo eum. Hoc eſt, cumulabo eum æterna vita luce, ſapientia, gloria &

cæteris donis cœleſtibus, quæ nec oculus vidit, nec

auris audiuit, nec in cor hominis aſcendit; quæ De⸗ us præparauit diligentibus eum.1. Cor.. Welchen verſtand wir auch billich behalten.

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