Leichpredigt vbet den Spruch
8ein⸗ Deſſelbigen Abends ſind die Edlen Frawen / ſeine
Wutter liebe Mutter / vnd die von Bila ankommen / die hoch be⸗
S truͤbet / vnnd möglichen vleis in verwartunge bey jmbe⸗
wieſen. „ Des Freytags / Bin ich abermals fruͤhe zu jm kom⸗ Chriſtal) men / bey jm verharret / biß on geferde / doch recht gewuͤn⸗
Sigmũd
von Bl ſchet / der Edle / Geſtrenge vnd Ehruveſte Chriſtoff Sig⸗
P. mund von Bila / der Fraw Gevatterin / Leiblicher eini⸗
ger Bruder vnd Geuatter / zujnen kommen / denn er die ſchwacheit zu Roſſel erfahren / der mit betruͤbtem Ge⸗ muͤth / alle Mittel betrachtet / vnnd wol bewogen. Darumb Sonabends ſehr fruͤhe / einen Magiſteum NB. denen er bey ſich gehabt / gegen Eisleben geſchickt / Wie Sontags auch geſchehen / aber doch erſtlich Montags der HErr Doctor heraus kommen können. Vnter deſ⸗ ſen haben wir mit dem lieben Junckern im Gebet ange⸗ vmb enderung zu Seele vnd Leibes woifart ebetet. Sontags fruͤh Palmarum / hab ich jhnen vmb fuͤnff
. vhr beſucht / ſehr matt funden / er gebeten ſeine Noth der
melne, Chriſtenheit fuͤrzutragen / Er bete / wo er jemand zu naͤhe
ber vnd geweſen / vmb verzethung / wie er hertzlich vergeben / vnd abbute. woleen helffen bitten / Gott wolte jn erhoͤrẽ / vnd es zum beſten an Leib vnd Seele wenden.
Gebet. Nach gethaner Predigt /hab ich jnen wider heſucht / ſehr kranck vnd bereit in Gottes willen antroffen / mit jm etliche Spruͤche / vnd die Litaney fur die Krancken / mit anweſenden geſprochen.
Weil jm nu bewuſt / das ich die Schlospredigte dis⸗ mal vertichten ſolte / bat er den Ehrnueſten vnnd Vor⸗ achtbarn Hans Friedrich Rudoiffen / Amptſchoͤſſer


