Leichpedigt vber den Spruch
Leibs Frucht hat jnen Gott gegeben / vnd wider zu ſich genommen / Denn als jnen den zwolfften Julij / Anno S. ein Sonlein gegeben / Ernſt Heinrich bey ſeiner hei⸗ Ernſt Sein⸗ . Tauffgenent / welchs mit hochſter Frewde vund Ge Banckſagunge empfangen / iſts dargegen mit ſchweren ¶ Trawtigkeit den 2. Julij / bald wider geſtorben/vnd zu ſeines Vaters Heupten oben zum Ruhebethlein / neben Lod. einer Trawrpredigt geſchickt worden / Gottgebe jm die Aufferſtehung zum ewigen Leben.
Weil denn vnſer lieber Gott einen rechten Chriſto⸗ cpriſioff phorum an vnſerm lieben Junckern ſeligen haben wollẽ⸗ Lreuzt der jn im Hertzen tragen ſolte/ ſo hat der HErt das liebe steget. Creutz mancherley weiſe jhmzugeſchickt / das er ſoltein
der zeit lernen ſich darzu bereiten / vnnd in Gottes weiſe ſchicken / das welchen Er lieb habe / den zůchtige Er / vnnd muͤſſe doch alles den Gleubigen zum beſtengedeyen. Da⸗ rumb allzeit bey geſundem Leibe ſeine Gottesfurcht ge⸗ leuchtet/ vnd ſein Gottſelig Hertz / vnd Liebe gegen dem Neheſten ſich ſehen laſſen.
Dne noth hat er keine Predigt / Sontags vnd Wo⸗ Zive zue chen vber / auch den Catechiſmum nicht verſeumet / gern Ptediste geleſen/ geſungen / vnd mit vleis achtung gehabt auff die
Erklerung / Troſt / vnnd auch notige Warnuug / wegen
Suůnde vnd Laſter von der Cantzel / nach den Glaubens vie er⸗ Artickeln/ laut Chriſti worten / vnnd dem lieben Kinder mahnůg Catechiſmo geurcheilert. 6 desoc Die ermahnung D. Martini Luthers ſeliger / hatrr Buorge in acht genommen / Sas hochwirdige Nachtmal Jeſu
mals Je Chriſti vnſers Heilandes / nach erkentnis vnd bekendnis
kſant Suntenaugt nſem


