kiug werden. Vnd David bittet gleichfals im 9. Pſalm / Vmb dieſe gab ſeine ſierbligkeit von hertzen grund zuerken⸗ nen. H E R R lehre mich doch / ſpricht er / das em ende mit mit haben mus / vnd mein leben ein ʒiel hat / vnd ich da⸗ von mus.
Weil denn ſolches wir Chriſten aus der erfohrung euſ⸗ ferlich / vnd aus dem wort durch den Miligen Geiſt inner⸗ uch wiſſen ſollen / das einmahl dem Menſchen zu ſierben iſt auffgeſetzt / vnd em jeder zů der von Gott beſtumpter zei dar⸗ von mus / vnd doch kemer wiſſen kan / wann die ſtund ver⸗ handen iji / ſo gebůͤrt vrs jeder zeit / alle taz / alle ſiund / ja alle augenblick / in vnſerm Hertzen bereitet ſein / nach dem vorbild der klugen Jungfrawen / Matth 25 damit vns mit der taʒ vnſer hinfahꝛt vberfalle vnverſehens / vnnd wir zur vnzeit ſierben můſſen. Welches der Weiſe Koniʒ Salo⸗ mon allen menßehen zur Warnung vorſaget: Sey nicht altzu Gottlos / vnd harre nicht / das du nicht ſierbeſ zur vn⸗ zeit / Ecclei.7.
Wir horens in jetzt angezeigter Parabel Chriſii / wie es den törichten Jungfrawen ergangen / da der Breutgam mitten in der nacht auffbrach / vnd das feldgeſchrey erſchall ⸗ der Breutgam were vorhanden / da hatten ſie kein Del in ſhren Lampen / wolten allererſt hingehen / daſſelb zu keuf⸗ fen / aber da ſie wiederkamen / vund anklopfften / war es viel zu ſpat / vnd wurden nicht eingelaſſen / ſondern beka⸗ men antwort? Warlich ich ſags euch / ich kenne ewer nicht.
Alſo widerfehret allen den jenigen / die von dem Ked in jhren Suͤnden betrappet vnd vbercilet werden / da leſi ſichs nicht in enem hu/ fürnemlich fuͤr des Tods ſchmer⸗ ten / darmit ein Menſch iemniſ hat / buß thun / en


