Sprůche / beneben den Geſchichten ſollen vntetweiſen laf⸗ ſen / wie der Todt allen menſchen gewiß beſummet/ vnd ein⸗
mahl auffgeſatzt iſt / das alle Menſchen ſterben můſſen Heb. 1o vermög des alten Bunds: Menſche du muſt ſierben Syr. 14. Wie davon Gott beyde mit ſeinem Wort / vnd
mit Exempeln vns prediget / vnd vnſers lebens nichtigkeu darbey zuerkennen / anleitung gibt. Moͤchte jemand ſagen: B /ich weis vorhin gar wol ⸗ das einmal mus geſtorben ſein / vnd bedarff dißfals nit viel predigens vder beweiſens / weil es an jhm ſelber klar vnd vn⸗ leugbar iſt? Ich ſehe ja teglich / wie man einen nach den an⸗ dern hinaus treget / vnd kan mir die rechnung daher leicht⸗ lich machen / es werde mich die Reye dermal eins auch tref-
fen. Was thuts dann von nöten / das man ſich bemůhet⸗
ſolches mit der Schrifft zeugnis zu bewerenꝰ Antwort / ja⸗
lueber geſell / das wiſſen iſ zweyerley Eo iſt ein euſſeriehs wiſſen / ſo aus der räglichen erfahrung herkoͤmpt· Dar⸗ nach aber iſt ein jnnerlich wiſſen / ſo allein aus dem wort
Gottes eniſpringet / vnd von dem Heiligen Geiſi in des Menſchen Hertz gepflantzet wird ·
Was das euſſerliche wiſſen belanget / iſt daſſelbe auch den Heiden gemein. Das innerliche wiſſen aber/ ſieht al⸗ lein denen zu / die durch den Geiſt Sottes gelehret vnnd re⸗ gieret werden. Die Welikinder / was ſie dißfals wiſſen / das wiſſen ſie nicht / was ſie ſchen / das ſehen ſie nicht / was ſie horen/ das verſiehen ſie nicht mit jhren Hertzen / diewell jhre angen geblendet / jhr ſinn verfinſtert vnd betaͤubet/ vnd jr Hert verſtocket iſt/ Eſa. . Darumb thut es hoch von nõten / das ſolch wiſſen von oben herab erbetten werde. Denn warumb wolte ſonſt der Mann Gottes / Moſes / ſo inbrůnſtig hieruͤmb gebeten haben / im 9o. Pſalm / HErr lehre vns bedencken das wir ſierben můſſen / auff
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