Wenn du einem hetteſt gelt verchret / ſolches recht vnd alſo anzuwenden / das du ein wolgefallen daran haben kon⸗ deſi / er aber gieng hin / vnd mbrauchets / zu alle dem / das
dir entgegen vnd misfellig were / wuͤrde man nicht von einem
ſolchen menſchen mit billigkeit ſprechen koͤnnen / er were ein böſer vndanckbar ſchalck in der haut? Nun hat dir Gott ge⸗
geben / leib vnd ſeel / vernunfft vnd alle glieder / ſampt allen derſelben kreffte vnd vermoͤgen / vnd du geheſi hin mit dem /
das dir Gott beſcheret hat / vnd handelſi boshafftig wider dei⸗
nen Schoͤpffer vnd Woltheter? ¶ Das kan nicht gut thun ⸗ es mus ein boͤs ende nehmen / wenn Gott dermahleins wird
rechnung fordern / ob du nach ſeinem Wott vnd willen diß
alles gebraucht vnnd angeleget habeſt oder nicht.
Damit du nun mit deinem thun vnd wercken / Gottes vngnad ſambt ʒeitlicher vnd ewiger ſtraff / dir nit ſelbs vff den hals ladeſt / ſo richte dich nach S. Jacobs lehr / vnd was du vorhaſi / laſſe alſo beſchaffen ſein / das du getroſt darzu
ſprechen könmneſt / wils Gott/ ich wil das oder das thun.
So wird ſichs als denn ſelber ſchicken / das nach ſolchen willen Gottes / als nach einer richtſchnur / dein leben vnnd wandel angeſtellet / vnd das du alſo mi der that průͤfeſt / was da ſey der gute / der wolgefellige vnd der volkomimene Gottes will / Rom. 12. Denn es ſich ja in keinem wege ſchicket / den willen Gottes oder ſeinen heiligen Namen zu einem böſen vornemen anzuziehen oder ʒugebrauchen. Dencke jm ſelber
nach / wie vbel es lauten wurde / wenn du wolteſt ſprechen / wils Gott / ich wil mich vollſauffen / wils Gott / ich wil dieſem oder jenen nach dem leben ſtehen / wils Gott ich wil vnruhe ſüfften / vff der gaſſen ſchwermen / andere heraus fordern / mich mit jhnen balgen vnnd ſchlagen eic. Wie
kanſtu bey ſolchen vngoͤttlichen wercken einige meldung thun
des willen Gottes?


