ſendern es hat die meinung / das der Menſch aus ſich ſelbet auch nicht einen finger regenkoͤnte/ wo nicht Gott jhn er⸗ hielte / wie geſehrirben ſteht Actor. 7. In jhm ſind / leben vnd weben wir Das aber die menſchen in jren actionibus, worten vnd wercken / Gott vnd feinem willen zu wider ſind / das toͤmbt freilich nicht von Gott / ſondern von der leidigen Erbſuͤnde / vnd des Satans getrieb her.
Weil dann dem alſo / ſo iſis fur ſich ſelber billich vnnd recht / das em menſch alle ſeine Rede / thun vnd laſſen / nach dem willen Gottes vnd zu deſſelben lob vnd ehre alſo anſtelle⸗ damit er ohne falſch vnnd heucheley / bey einem jeden werck / das er vormmbt / ſprechen koͤnne (wo nicht allewege mit dem
munde / jedoch in des hertzen ſinn) Wann cs Goites will iſt / ſo wil ich das thun.
Dann / ſage mir / wer hat dir gegeben / das du reden kanſt e Freilich hat es Gott gethan / wie er zu Moſe ſagt? Wer hat dem Menſchen den mund geſchaffen ? vder wer hat den Stummen oder Lauben / oder Schenden / oder Bln⸗ den gemacht? hab ichs nicht gethan / der H Erre Alſo wer hat dir Vend vnd Fůſſe / vnd andere Glieder gegeben⸗ Nmand anders denn Gott. Von wem haſiu den le⸗ bendigen Athem empfangen / anders denn von Goit / wie auch Job am zehenden bekennet.
So du nun ſolches alles von Gott haſt / warumb mis⸗ braucheſiu es wider Gott / warumb gedenckeſiu in deinem Bertzen arges wider deinen Veheſien Warumb brauchſiu deine Zunge ʒur Gottesleſterung/ vnnd redeſt was Gott im Hmmel zu wider iſt? Warumb greiffeſiu mit deinen Henden nach dem / das dir Gott verbotten hat? Warumb ſind deine fuͤſſe ſo ſchnell zu alem boſen / vnnd lauffen / blut zuuergieſſen / vnd ander vnheil zuſufften!
S Wenn


