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Christliche Leichpredigt Bey dem Begrebnus Weiland des Ehrnuesten, Achtbaren vnnd Wolweisen Herrn, Magni Person, Rathsherrn vnd Handelsman in der löblichen Churstadt Wittenberg : So den 23. Septembris in Christo seliglich entschlaffen, vnd den 25. hernach Christlich zur Erden bestattet worden / Gehalten Durch Ægidium Hunnium, der H. Schrifft Doctorn, Professorn vnd Superattendenten doselbst, [Antonius Evonimus Carinthius, Doctor Iessenius, Fridericus Taubmanus]
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vnd wenn das werck vnſers beruffs nicht im willen Goties / auff ſein wort vnd in ſeinem namen verrichtet wird / ſo iſts verſpielte můhe vnd arbeit / was man nur anfaͤhet. Wie ſolches bezeuget der 127. Pſolm : Wo der HErr nicht das Haus bawet / ſo arbeiten vmb ſonſt / die daran bawen / wo der HErr nicht die ſtatt behůtet / ſo wachet der Wechter vmb ſonſi. Es iſt vmb ſonſt / das jyr frůe auffftehet / vnnd her⸗ nach lang ſizet / vnd eſſet ewer brod mit ſorgen Das hat der liebe Petrus erfahren / als er die gantze nacht mit ſeinen geſellen vergeblich arbeitet / biß er auff das wort Chriſi ſein netz auswirfft / da gehets / da findet ſich Sottes ſegen augenſcheinlich / da beſchlieſſen ſie vber all verhoffen / auch vber alle natur / eine groſſe herrliche menge fiſch / wie daruon Luce am ð geſchrieben ſieht.

Zum dritten iſt die erinnerung S. Jacobs (das man ſprechen ſol / ſo es Gottes will iſt / ſo wil ich diß oder das thun) gleich als ein Recognition vnd anzeig / das wir in allem thun vnd vorhaben vnſer ſelber nicht mechtig ſind / ſondern alles in Gottes hand ſiehet / vnd demnach auff ſeinen willen mus geſchehen vnd alles dahin gerichtet ſein. Im hundert vnd neun vnd dreiſsigſien Pfalmen ſinget der Prophet Da⸗ vd alſo: Ich ſitze oder ſiche auff / ſo weiſſeſtu es / du verſie⸗ heſi meine gedancken von ferren Ich gehe oder lige / ſo biſiu vmb mich / vnd ſiheſt alle meine weg. Dann / ſihe / es iſt kein wort auff meiner zungen / das du / HErr / nicht alles wiſſeſt / du ſchaffeſt es / was ich fur oder hernach thu / vnd hel⸗ teſt deine hand vber mr

Darmt denn klaͤrlich angeʒeigt wird / das ohne Gott vnd ſeine gottliche dultentation vnd erhaltung nichts ge⸗ dacht / nichts geredt / gechan oder vorgenommen / viel weni⸗ ger ausgefuͤhret werden mag. Nicht zwar / als ſolte das fuͤndliche thun der Menſchen von Gott herkommen / denn un nicht ein ſolcher Gott ſſi / dem gotlos weſen gefellet Pf.

ſondern