Druckschrift 
Zwo Leychpredigten: Vber den Fürstlichen Leychen, weiland der Durchlauchtigen Hochgebornen Fürstin vnd Frawen, Frawen Elisabeth, Hertzogin zu Sachsen, Landgräuin in Dühringen, vnd Marggräuin zu Meissen, geborner Gräuin zu Manßfeldt, [et]c. : Vnd des jungen Herrleins, Hertzog Johann Friedrichen zu Sachsen, [et]c. beider löb: vnd Christlichen Gedechtnus
Entstehung
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Ein hertʒ mit rew vnd leid gekrenkt Mit Chriſti Seiſt vnd Blut beſprengt⸗ Voll Glaubens / Lieb / vnd gutes vorſatʒ Iſt Gott der angenembſte Schatz .

Item /

Wer Jeſum Chriſtum recht erkennt/

Mat all ſein ʒeit vwol angewendt. Es geh gleich wie es ſol vnd wil/

So iſt Chriſtus mein Troſt vnd ʒiel. Auff jhn ich leb vnd ſterb allein /

Das ander acht ich alles klein.

Solcher vnd dergleichen Troſiſpruͤche/ auch ſchone herrliche Gebetlein / welcher jhr F. gn viel außwendig gewuſt / haben ſie in weerender Kranck⸗ heit recitieret / vnd ſich derſelben getroͤſtet / Daraus warlich abzunemen / das jhr F. g. von jugendt auff fleiſsig zu Gottes wort erzogen ſey / Wie denn ſie

t.lonli viel Lroſiſprüche in weerender Kranckheit nit ſbten⸗ Gllein außwendig gefaget / ſondern dieſelbigen quch ne pron guff ſich gezogen / vnd von hertzen getroͤſtet haben / 3 Suĩge⸗ Alb / Ezechielis am 33. So war als ich lebe (ſpricht Gott der Herr) ich hab keinen gefallen am Tode des Gottloſen / ſondern das ſich der Gottloſe bekere von

ſeinem weſen / vnd lebe. Eſai. am 1. Wenn ewere

Sůnde gleich Bludtrot iſt / ſol ſie doch ſchnecweiß werden / Vnd wenn ſie gleich iſt wie Roſinfarbe⸗

ſol ſie doch wie Wolle werden. Pſam. ioz. Barm⸗ hertzig