Druckschrift 
Zwo Leychpredigten: Vber den Fürstlichen Leychen, weiland der Durchlauchtigen Hochgebornen Fürstin vnd Frawen, Frawen Elisabeth, Hertzogin zu Sachsen, Landgräuin in Dühringen, vnd Marggräuin zu Meissen, geborner Gräuin zu Manßfeldt, [et]c. : Vnd des jungen Herrleins, Hertzog Johann Friedrichen zu Sachsen, [et]c. beider löb: vnd Christlichen Gedechtnus
Entstehung
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men / vnd jr mit ſeiner gnedigen huͤlff erſcheinen wol⸗ te / ſich auch getroͤſtet / das ob gleich der liebe Gott et⸗

was verzoͤge / ſo wolte ſie doch derenthalben an ſeiner sbe

gnad vnd huͤlffe nicht zweiffeln / ſintemal ſie gewies

wuͤſte / der Herr wuͤrde komen / vnd nicht auſſen blei⸗ ben /Ja ſo wenig eine Mutter jres Kindes vergeſſen koͤndte / ſo wenig wuͤrde er auch jhrer vergeſſen / denn in ſeine hende habe er ſie gezeichnet. Wie ſie denn ſon⸗ derlich dieſen Spruch Eſaie am 4v. auff dieſe nach⸗ folgende weiſe offtmals recitieret vnnd geſprochen hat: Sion in groſſen noͤten ſpricht: Der Merr hat gantz verlaſſen mich / Der Merr hat gantz vergeſſen mein / Ich mus ohn huͤlff vnd troſtlos ſein. Aber hoͤr doch / ſpricht Gott der Herr / Zion mein allerliebſt Tochter/ Iſts auch wol můglich / das ein Weib Vergeſſen koͤndt des Kinds jhrs Leibs Vnd do ſie des vergeſſe gleich / Welches doch nicht iſt natuͤrlich/ So wil ich doch furwar / furwar/ Deinr nimmermehr vergeſſen gar. Denn ſihe dich / mein hoͤchſtes pfandt / Ich gzeichnet hab in meine handt.

Es haben auch jhr F. g. aus dem ʒ Pſalm dieſe

Reymen offt widerholet:

Rithmi ex dicto Eſ 42 ab illa reci⸗ tati.