men / vnd jr mit ſeiner gnedigen huͤlff erſcheinen wol⸗ te / ſich auch getroͤſtet / das ob gleich der liebe Gott et⸗
was verzoͤge / ſo wolte ſie doch derenthalben an ſeiner sbe
gnad vnd huͤlffe nicht zweiffeln / ſintemal ſie gewies
wuͤſte / der Herr wuͤrde komen / vnd nicht auſſen blei⸗ ben /Ja ſo wenig eine Mutter jres Kindes vergeſſen koͤndte / ſo wenig wuͤrde er auch jhrer vergeſſen / denn in ſeine hende habe er ſie gezeichnet. Wie ſie denn ſon⸗ derlich dieſen Spruch Eſaie am 4v. auff dieſe nach⸗ folgende weiſe offtmals recitieret vnnd geſprochen hat: Sion in groſſen noͤten ſpricht: Der Merr hat gantz verlaſſen mich / Der Merr hat gantz vergeſſen mein / Ich mus ohn huͤlff vnd troſtlos ſein. Aber hoͤr doch / ſpricht Gott der Herr / Zion mein allerliebſt Tochter/ Iſts auch wol můglich / das ein Weib Vergeſſen koͤndt des Kinds jhrs Leibs Vnd do ſie des vergeſſe gleich / Welches doch nicht iſt natuͤrlich/ So wil ich doch furwar / furwar/ Deinr nimmermehr vergeſſen gar. Denn ſihe dich / mein hoͤchſtes pfandt / Ich gzeichnet hab in meine handt.
Es haben auch jhr F. g. aus dem ʒ Pſalm dieſe
Reymen offt widerholet:
Rithmi ex dicto Eſ 42 ab illa reci⸗ tati.


