Gemach gehalten / auch aus ſonderlicher Andacht dieſe anorduung gethan / das deroſelben Frawen⸗ zimmer alle morgen ein ſtund in Gotteb wort haben leſen muͤſſen.
Endlichen / do jhr g. am Gruͤnen Donnerſtag lagerhafft worden / vnd in jhren groͤſten engſien vnd ſchmertzen / ſo Gott der Herr dem Weiblichen ge⸗ ſchlecht vmb der Suͤnde willen aufferlegt / durch den ptn. anblick des jungen Herrleins / zwiſchen ein vnd zwey
vhren / erfrewet worden / hat ſolche freude nicht lang geweeret / ſondern iſt als bald in eine trawrigkeit ver⸗ wandelt worden / Sintemal Gott der Allmechtige gemeltes junges Herrlein / Hertzog Johann Friedri⸗ chen / bald wider / ehe es kaum eine ſiunde auff dieſer welt geweſen / durch den ʒeitlichen tod zu ſich in die ewige freud genomen hat. Hierauff ſind jre F̃. g. vberaus ſchwach worden / das deroſelben jhr. F̃. g. jmmerdar eine ohnmacht nach der andern zugangen / Doch haben ſie bald wi⸗ derumb linderung empfunden / vnd darauff das hei⸗ lige Abendmal begeret / welches auch jhre F̃. g. auff e vorher gehende Beicht vnd Ehriſiliches Bekendt⸗ er nus empfangen. A2Aks denn haben jhre F. g. jmmerdar den lieben i Gott mit fleis angeruffen vnd gebeten / das er ſich in n. jhren groſſen ſchmertzen vnnd noͤten vber ſie erbar⸗ men /


