Druckschrift 
Zwo Leychpredigten: Vber den Fürstlichen Leychen, weiland der Durchlauchtigen Hochgebornen Fürstin vnd Frawen, Frawen Elisabeth, Hertzogin zu Sachsen, Landgräuin in Dühringen, vnd Marggräuin zu Meissen, geborner Gräuin zu Manßfeldt, [et]c. : Vnd des jungen Herrleins, Hertzog Johann Friedrichen zu Sachsen, [et]c. beider löb: vnd Christlichen Gedechtnus
Entstehung
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keit / freundſchafft / . Im Sechſten gebot Eheliche Liebe vnd trewe / x. Aller dieſer Tugenden werden ſich glaubige Weiber befleiſsigen.

Die vhrſachen / dadurch alle Chriſten / furnem⸗ pulue.

lich aber / nach anleitung S. Paul/ die Weiber / ſol⸗ len bewegt werden / ſich der liebe gegen Gott dem Nechſten zu befleiſsigen / vnd ſich darinnen zu vben / ſind dieſe. Erſtlich ſol vns hierzu bewegen / die vn⸗ anorNei ausſprechliche liebe Gottes gegen vns / welche er da⸗ erg ug. durch bewieſen hat / das er vns ſeinen allerliebſten ichan. z. Sohn Jeſum Chriſtum geſchencket / vnd denſelbigen fur vns dahin gegeben / auff das wir aus dem Reich des Teuffels erloͤſet / widerum̃ gerecht vnd ewig ſelig wurden /Joh. 3. Alſo hat Gott die Welt geliebet /ꝛc. Rom. Darum̃ preiſet Gott ſeine Liebe gegen vns / das Chriſifur vns geſtorben iſi / da wir noch Suͤn⸗ der waren / i. Joh. 4. darinnen ſtehet die Liebe / nicht das wir Gott geliebet haben / ſondern das er vns ge⸗ liebet hat / vnd geſandt ſeinen Sohn / zur verſoͤnung fur vnſere Suͤnde.

Zum Andern / ſol vns hierzu bewegen der Befehl n Gottes / Als Duut. ð. ſpricht Gott der Herr: Du pi. ſolt Gott deinen Herrn lieben / von gantzein hertzen / . *. von gantzer Seelen / vnd deinen Nechſten als dich ſelbſt. Joh. s. Das iſt mein Gebot / das jhr euch vn⸗ ter einander liebet.

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