Druckschrift 
Zwo Leychpredigten: Vber den Fürstlichen Leychen, weiland der Durchlauchtigen Hochgebornen Fürstin vnd Frawen, Frawen Elisabeth, Hertzogin zu Sachsen, Landgräuin in Dühringen, vnd Marggräuin zu Meissen, geborner Gräuin zu Manßfeldt, [et]c. : Vnd des jungen Herrleins, Hertzog Johann Friedrichen zu Sachsen, [et]c. beider löb: vnd Christlichen Gedechtnus
Entstehung
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I. Neccitn

Tertia Tir⸗ tis, Jancti⸗ ficatio.

Zum Dritten / ſo erfordert es auch die groſſe not. Denn wo die Liebe gegen Gott nicht iſt / da iſt auch nicht die liebe gegen dem Nechſten / auch kein rechter Glaube / wien. Joh. Z. ſtehet: So jemand ſpricht / Ich liebe Gott / vnd haſſet ſeinen Bruder / der iſt ein Luͤgner / Denn wer ſeinen Bruder nicht liebet / den er ſihet: wie kan er Gott lieben / den er nicht ſihet.

Zum Vierden / ſo ſol man ſich der Liebe gegen Gott vnd Nechſten befleiſsigen / vmb der Straffe willen / ſo da folgen / vnd komenauff die jenigen / ſo da nicht lieben / Alsꝛ. Joh.. wer nicht liebet / der bleibt im Tode. VBmb dieſer vhrſachen willen nun / ſol ein jeder / ſonderlich aber die Weiber / wenn ſie fur ſelige Weiber wollen geachtet vnd gehalten werden / ſich derer befleiſsigen.

Nun fordert S. Paulus auch / furs Dritte / die Heiligung: Das Weib ſol bleiben in der Heiligung / das / Das Weib ſol in der zucht / keuſcheit vnd er⸗

barkeit leben / vnd alle vnreinigkeit / gottlos weſen /

2 1ℳ 1 G1o.

vnd andere Buͤberey fliehen meiden / Denn Hei⸗ ligung heiſt nichts anders / denn wie in derĩ. Theſ.. geſagt wird: Das iſt der wille Gottes / ewer Heili⸗ gung / vnd das jr euch enthaltet der Hurerey / vnd ein jeder gedencke / das er ſein Gefeß beſitze in der Heili⸗ gung vnd in Ehren. Dieſe ſchoͤne

Gott