Druckschrift 
Zwo Leychpredigten: Vber den Fürstlichen Leychen, weiland der Durchlauchtigen Hochgebornen Fürstin vnd Frawen, Frawen Elisabeth, Hertzogin zu Sachsen, Landgräuin in Dühringen, vnd Marggräuin zu Meissen, geborner Gräuin zu Manßfeldt, [et]c. : Vnd des jungen Herrleins, Hertzog Johann Friedrichen zu Sachsen, [et]c. beider löb: vnd Christlichen Gedechtnus
Entstehung
Einzelbild herunterladen

dieweil alle / die da ſelig werden wollen / denſelbigen haben můſſen / ſintemal es vnmuglich iſt / ohne glau⸗ ben Gott gefallen / Qeb.ſItem / was nicht aub dem Glauben iſ / das iſt ſuͤnde / Rom.i4.

Es iſt aber dieſer Glaube / ſo alhie erfordert wird /

nicht allein ein bloſſe wiſſenſchafft vnd leer geſchwetz xile qu.

von Chriſto / was der ſey vnd gethan habe / welcher geſtalt auch die Teuffelſelbſt vnd jhre Gliedmaſſen Glauben haben / ſondern der ware Glaub an Chri⸗ ſtum iſt vnd heiſt / alles das / was in der Predigt des Euangelij von Chriſto verkuͤndiget wird / fur war gewiß halten / vnd ſonderlich Chriſtum den Mit⸗ ler aller dinges / wie er ſich ſampt ſeinem verdienſt gehorſam / gegen einem jeden 2 ßfertigen Suͤnder / im Euangelio auffs freundlichſte anbeut / durch wa⸗ re hertzliche begierde vnd zunerſicht an ſich ʒiehen / vnd als ſein Eigenthum̃ vnd hoͤchſten troſt ins hertz hinein ſchlieſſen / vnd ein ſolch warhafftig vnd troͤſt⸗ lich vertrawen haben / das wir allein vmb ſeines ge⸗ horſams willen gerechtfertigt werden / oder fur Gott zu gnaden kommen.

Dieſen Glauben aber wircket Gott / Coloſ. 2. xfcien.

durch das gehoͤr des Goͤttlichen worts / Roman. io. mſtrunen⸗

vnd den gebrauch der Hochwirdigen Satrament. kab.

Derwegen denn alle die jenigen / die da ſolchen ſelig⸗ machenden Glauben begeren / ſich zu Gottes wort C vnd

0r