Druckschrift 
Zwo Leychpredigten: Vber den Fürstlichen Leychen, weiland der Durchlauchtigen Hochgebornen Fürstin vnd Frawen, Frawen Elisabeth, Hertzogin zu Sachsen, Landgräuin in Dühringen, vnd Marggräuin zu Meissen, geborner Gräuin zu Manßfeldt, [et]c. : Vnd des jungen Herrleins, Hertzog Johann Friedrichen zu Sachsen, [et]c. beider löb: vnd Christlichen Gedechtnus
Entstehung
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wenn er alle ſeine werck hindan ſetzet / vnd ſich allein der Barmhertzigkeit Gottes ond des verdienſtes Chriſti troͤſtet / Auff dieſen Glauben nun / wenns ein rechter / warer / vnd nicht heuchliſcher Glaube / ſo folgen gewies darauff dieſe Fruchte / als die Liebe ge⸗ gen Gott vnd dem Nechſten / Sonderlich aber die lie⸗ rue be gegen ſein Ehegatten / Denn durch die Liebewir⸗ per dirc⸗ rket der Glaube / Item / es folget darauff die Heili⸗ n efeux. gung / das wir jmmer durch den heiligen Geiſt er⸗ leuchtet werden / das wir im Glauben in der Liebe zunemen. Wo nun dieſes iſt / da folget auch darauff die Zucht / das man ſich meßig halte mit eſſen trin cken / mit Kleidern / geberden / reden / vnd allen andern

vnd im Geiſt preiſen / ]. Corint. 6. Es iſt auch wolzu mercken / das Paulus allhier ereſpricht: Simanſerint⸗ſoſie bleiben im Glauben / Er uifuene⸗ ſpricht nicht / So ſie angefangen haben zu gleuben / ehru. ſondern / wenn ſie bleiben im Glauben / Deñ wer da beharret biß ans ende / der ſol ſelig werden.

Hieraus ſehen wir nu / was S. Paul fur Tugen⸗ den erfordere von allen Weibern / ſo die Seligkeit aue requ ererben wollen ). Erfordert er / das ſie ſollen gezie⸗ rnturd fe ret geſchmucket ſein / mit dem waren ſeligmachen⸗ ſe den Glauben / der da allein fur Gott gerecht machet. Dieſe Tugendt ſetzet S. Paulus allhier fornen an⸗

euſſerlichen dingen. Denn wir ſollen Gott am Leibe