zu dem bedeneken / was fuͤr einen Thewren Edlen Schatz / eben derſelbige Gott / durch den Todt vnſer gnedigen lieben Landes Mutter / vns vnd dem gantzen Lande entzogen.
Zum Dritten / So wir mit vnſern Gnedigſten vnd Gnedi⸗ gen Landeß Fuͤrſten Herren vnnd Frewlein vnnd dem gantzen Land ein hertzlichs Mitleiden tragen / auch vnſern groſſen ſcha⸗ den vnd verluſt zu förderſt aber vnſere Suͤnde / damit wir ſol⸗ chen verurſachet / hertzlichen betrawren vnd beweinen.
Vnd endlich zum vierden / das wir ein gutes nuͤtzliches vnd heilſames Gedechtnis vnſer gnedigen / ſeligen / lieben Lan⸗ des Mutter bey vnſern Pfarr vnd Haußkinderlein beylegen / damit jhrer als der Gerechten nimmermehr vergeſſen werde / Pſal.))2.
Freylich meine allerliebſten gebuͤret vns als trewen vnd danckbarn Kindern / das wir zu rucke dencken / vnd erwegen / wz durch dieſes ſelige Ehren Gefeß / der Barmhertzige Gvtt / nun in die 32. Jahr (dann Anno15 60. hat jhreF. G. mit vnſerm gnedigen Landofuͤrſten Hertzog Johann Wilhelm Hochlobli⸗ cher vnd Chriſtmildeſter Gedechtnis Beylager vñHeimfarth gehalten) dieſem gantzen Lande vnd Fuͤrſtenthumb / auch vns vnd vnſerer Stadt fuͤr groſſe Gnade vnnd Wolthaten erzei⸗ get. Ob aber wol dieſe vnbegreiffliche / vnzehliche vnd vnauß⸗ ſprechliche ſind / wil ich doch ewer Liebe vnter vielen hunderten / Ja Tauſenten zu dieſem mal / nur dieſer fuͤnff / die da klar / au⸗ genſcheinlichen vnd menniglich bewuſt / erinnern.
Es hat ia der trewe Gott durch dieſe vnſere ſelige liebeLan⸗ des mutterzu foͤrderſt vns vnd dieſem Lande zween rechteFuͤrſt⸗ liche Landes herrn vnd Erben / vnſere Gnedigſte vnd Gnedige Landesfuͤrſten Hertzog Friederich Wilhelm vnd Hertzog Jo⸗ hanſen zu Sachſſen / ſo wol ein Fuͤrſtliches Frewlein beſcheret. D eine vnaußſprechliche Wolthat / denn Wehe dem Lande / das keinen rechten Erbherren hat / vnd an frembde Herrſchafft gerahten muß / wer es nit weiß oder verſtehet / was fur ein Got⸗ tes Gabe vnd Gnade dieſes ſey / der erinnere ſich nur des be⸗
truͤhten zuſtandes / im Polen / wie in
ermelten


