digſten vnd Gnedigen lieben Lands Fuͤrſten / Herrn vnd Frew⸗ lein zu Troſi / vns aber allen zur Seligkeit vnd Beſſerung vn ſers Hertzens geſchehen muͤge / Wollen wir vnſern Getrewen Gott vnd Vater im Himmll in dem Namen ſeines liebẽ Sons vnſers HRRRE Nanruffen vnd bitten / dz er vns darzu ſeinen heiligen Geiſt vnd Krafft vorleihen wolle/ vnnd mit einander in warem Glauben beten ein andechtiges Vater vnſer.
Vorleſung des Terts.
Wer Liebe wolle mit fleiß anhoͤren vnd vernemen vnſer
gnedigen lieben ſeligen Landes Mutter ſchoͤnes heiliges
Symbolum oder Reymlein / welches vns beſchrieben in
dem Buch Hiob am Neunzehenden Capitel / vnnd lauten die Wort alſo:
Ber Ich weiß das mein Erloͤſer lebt/ vnder
ſ wird mich hetnach aus dieſer Erden auffer⸗ Owecken/vnd werde hernach mit dieſer meiner Hautbmbgeben werden / vnd werde in mei⸗ nem Fleiſch Gott ſehen / denſelben werde ich mir ſehen vnnd meine Augen werden jhn ſchawen / vnnd kein Frembder.
— Emnach Ihr meine allerliebſten Pfarrkinder⸗ vnd Außerwehlten G BTtes / wir zu dieſem mahl fuͤr Gottes Angeſicht / als im Trawrhauſe verſamlet / halt
ichs darfur / das wir dieſes Stuͤndlein nůͤtzlicher vnd beſſer nicht anlegen moͤgen / dann ſo wir erſtlichen als Fromme Landkinder mit danckbarn Hertzen erwegen / wz fur groſſe wol⸗ thaten der Gekrewe Gott nun faſt in die gantze 32. Jahr / durch dieſes heilige Gnadengefeß / vnſere liebe Landes Mutter / dieſen Landen vnd Fuͤrſtenthum̃ / auch vns vñ ynſerer Stadt ,


