Vom Andern Stucke. 8 Je andere/ vnd zwar die fuͤrnembſte Per⸗s he⸗ ſon iſt vnſer lieber HErꝛ vñ Heiland Jeſus Chri⸗ ſii vñ ſer⸗ ð ſto/Gottes vnd Marien Sohn / ſo hie vom Koni⸗ mil giſchen angeſchrien vnd gebeten wird / dz er von Caperna⸗ er um hinab gen Cana kom̃en / vñ ſeinem kranckẽ ſohn helffen wolle. Denn der Glaub ſihet Jeſum Chriſtum an / wie die Kirche ſinget / der hat gnug fuͤr vns alle gethan / er iſt der Mitler worden / ohn welchen wir keinen Gott haben / wie Johan. in ſeiner 2. Epiſtel ſagt / viel weniger koͤnnen oder ſollen wir bey den Engeln odd ſeligen Menſchen im Him⸗ mel/oder aber auch beim helliſchen Belial leibs vnd ſeelen huͤlffe finden. Es erzeigt ſich aber der HEr: Chriſtus an⸗ fangs allhier etwas hart / in dem er ſagt: Wenn jhr nicht Zeichen vnd Wunder ſehet / ſo gleubt jhr nicht.
Drey Exempel finden wir in der Euangeliſchen Hi⸗ Dreperley ſtoria deß Newen Teſtaments /darinnen ſich der HErt Chriſtus / der doch ſonſt der aller holdſeligſte iſt / vnter allẽ ſiuun Ne⸗ Menſchen Kindern / eben hart vñ ernſtlich gegen den ſeinẽ Teſtam. ſo zu jhm zuflucht gehabt / erkleret / als erſtlich / Matth.)j.
Da er dem Cananeiſchen Weiblein im anfang gar keine / nachmals jhr vnd den Jungern eine abſchlegige Antwort gibt /letzlich ſie fuͤr eine Huͤndin ſchelten thut.
Das ander iſt Johan.2. Da er ſeiner lieben Murter / die jm den Mangel deß weins / auff d Cananeiſchen. Hoch⸗ zeit klaget/ diß zur Antwort gibt / Weib / was hab ich mit
dir zu ſchaffen / meine ſtunde iſi noch nicht kommen. Das dritte iſt nun allhier dieſes / da der leutſelige Hei⸗ land den Koͤnigiſchen eben hart anfehret. Aber diß iſt deß rechten Glaubens Art / daß er deß HRRoN Beſtendig⸗ lich in gedult hartet / wenn die zeitliche hůlffe vnd rettung auffge⸗


