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Veidenſtubet. Auguſinus ein heiliger Mann / vnd fůͤr⸗ trehfuher Lehrer vnd B ſchoff in der erſten Kirchen / ſiir⸗ bet gleihwol iſeineen Biſthumb / vnd bey ſeinem Vater⸗ land. Stirbet aber eben zu hochſter vnzeit/ da die Stadt Pippon von Feindenbelagert/ vnnd das Voick ſeiner Lehr/ Beyſtand vnd Troſies niemaln mehy / als eben ſel⸗ biger eit benotigt war. Der ſelige Mann Gottes Luthe⸗ ras ſiirbet zwar auch bey ſeinen Landßleuten / vnd in ſeiner Heimath zu Eißleben: Aber Gott machets auch wuͤnder⸗ lich mit hme/ das er ſtirbet / als man deſſen am wenigſten verſeßend/ vnnd er eben mit etlichen ſchweren Politiſchen Mndeln beladen vnd behenckt war. So wůnderlich pfle⸗ get Gtt ſeine Helligen auch zu Sterbens ʒeiten zu füh⸗ ren/ mn maſſen mit mehrern/ vnd gar viclen Eyempein zu beſcheinen vnd beyznbringen were/ wenn es die Zeit nach⸗ ſehen vnd erleiden wolte.
Deſes hat zwar wol bißweilen ſoine gewiſſe vnnd namhafftige Vrſachen / jnmaſſen es mit dem heiligen Mann Gottes Moſe gehabt / dauon im vꝛert ten Bich Moſis weiter zu ſehen / dauon jest auch nicht zu melden gelegenheit iſt. Bßweilen aber mögen auch wol kaum/
oder ja nicht bekandte vnnd wiſſentliche Vrfachen ſein.
Denn der ewigen Maieſtet bʒottes ſehet hierinnen auch / wie in andern allen / die freye Wahl zu gebaren zuuor,/ vnd kan dißfals Gott ganz aus lauter freyem / bißweilen gantz verborgenem vnd geheimen / doch aber allezeit allerheilig⸗ ſten Rath vnd gerechtigſtem Willen handlen vnd verfah⸗
ren / wie es ſeiner ewigen Allmacht beliebet. 3 Es dienet aber dieſe Erinnerung fuͤrnemlich in zwween wegen / vnd beydes den frommen vnd guthertzigen: ſo wol auch freuelen vnnd vermeſſenen Chrißen: Jeuen zur nůtz⸗ lichen Vermanung: Dieſen zur anſilichen Wamuns. Dea
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