2. a) Unter den Bindemitteln der einzelnen Verse nimmt
naturgemãäss, infolge vielhundertjähriger Gewöhnung innerhalb der deutschen Poesie, der Reim die erste Stelle ein; aber auch Goethe selbst war von Jugend auf an ihn gewöhnt! Daher ist es leicht erklärlich, dass er(ebenso wie Lenz) auch in freien Versen oft zu ihm zurückgriff. Er findet sich in freien Versen der ersten Zeit seltener; später wird er dann häufiger verwandt. Ich lasse hier eine Anzahl Beispiele folgen. Aus»Fillans Erscheinung und Fingals Schildklang«(D.. S Zicht schnell schon Nebel grau, Um Fillan am Lubar blau. Aus»Frinnerung des Gesanges der Vorzeit«(D. j. G. J,
Rührt ihr die Harfe, die düstre, Gehüllt in Morgengrau,
Wo aufsteigt tõnend die Sonne, Von Wellen, die Häupter blau?
Aus Mahomets Gesang« ¹)(gl. W. A. II, S. 53. V. 1—12)
Seht den Felsenquell, Freudehell,
Wie ein Sternenblick;
Uber Wolken
Nährten seine Jugend
Gute Geister
Zwischen Klippen im Gebüsch. Jünglingfrisch
PTanzt er aus der Wolke
Auf die Marmorfelsen nieder, Jauchzet wieder
Nach dem Himmel.
Zwischen der ersten und zweiten Versgruppe ist der Reim
) hiermit das oben angeführte Beispiel aus Lenz(ed. Weinhold)
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