Zylinder zu tun hat: veil dann die Visierkunst auss dem Circkel-, Walger- vnd Kegelmessen herfleusset 503. Wal- gerschelfe f. nennt Kepler das parallelwandige Rohr, das stehen bleibt, wenn aus einem größeren Zylinder ein kleinerer mit gleicher Achse herausgeschält wird: so kompt tür den Rock 42, für die eussere Walgerschelff 54, sie seyen hoch oder nider 541. Walgerschnitt m. stellt sich mit entsprechender Bedeutung neben häufigeres Kegel- schnitt: Von Walger- vnd Kegelschnitten 523. Der durch einen solchen Schnitt vom Zylinder getrennte Körper heißt Walgerschnitz m.: ein jeder solcher Walgerschnitz zerschnitten von einer Schneide an, als von MN, gegen dem runden Rucken SD, als gegen T, gewinnet am Gewicht eben solche Thail oder Schnittlin, als an den Lengen deren Rücken 539; In der 77. Figur sihestu einen Walgerschnitz 544; was kompt, dividir ich mit dem diametro dess Bodens am grössern Walger- oder Kugelschnitz 548. Der kleine Walgerschnitt erhält Deminutivendung und steht im Wech- sel mit dem gleich behandelten Walgerspalt m.: Von leinern Walger-Spältlin oder Schnitzlein. Hie beginnet vns die Kunst ⁊uschinden, da wir deren am nõttigesten be⸗
dürjftig wären; dann es ligt vill an dergleichen Schnittlein .. Dise Gürtel ist gleich dem Spalt LVTS 3538.
Walze f. In der„Erklärung“ äußert Kepler die Absicht, Zylinder unter anderem mit Walze 2u verdeutschen: Runde Seule, Welle, Walger, Waltzen, Cylinder 611. Der EFingang des Weinvisierb. wieder- holt diesen Vorsatz für den langen, liegenden Zylinder: Vom RNaum, Fülle oder Corpus der geraden Seulen vnd Wellen /Walger. Waltzen oder Täller)... Wann es rund ist und nider, so wöllen wirs ein Täller nennen oder ein Rad. Ist es aber hoch oder lang, so heisst es ein runde Seule, wann es auffrecht stehet, ligt es aber, so haist mans einen Walger, eine Waltzen, eine Wellen 520. i Ausführung ist es im Weinvisierb. wegen der Fülle der zu Gebote stehenden Synonyma nicht gekommen, während in späterer Schulsprache das gute Ersatzwort sein Glück ge- macht hat(DWb. 13, 1406).


