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Anfänge einer mathematischen Fachsprache in Keplers Deutsch / von Alfred Götze
Entstehung
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xommen 508; Das innerliche Corpus oder Fülle, oder der Raum, welchen ein jeder Zeug oder erhebte Figur ein- nimpt, ist noch weniger pekant vnd sichtbar, dann zuwor das flache Feld... Vnd misset man einen jeden Kaum... durch ein raumliches Maass, oder erhebte Figur 520. Die Ausfüllung des Raums wird dabei durch Zusatz von vol! (6. d.) ausgedrückt: wann ein Stuck auss · der Kugel kegel- weiss herauss geboret vnd geschrottet wirt, also dass es mit dem Spitz auffs Centrum trete, das sey bey der 16. Figur HAKDH gantz voll vnd erhebt zuverstehen 530. Gegensatz hierzu ist hohl(s. d.), das sich zwar nicht neben erhaben,

wohl aber neben dessen seltnerem Synonym körperlich

findet, das in mathematischer Fachsprache seit 1525 nach- gewiesen ist(Schirmer 39): Rochnung der körperlichen Figuren, hohen Gefessen und Weintässer 497. Erhöhung f. elevatio', in alter Sprache u. Mundart bezeugt(DWb. 3, 852; H. Fischer, Schwäb. Wb. 2, 804), führt Kepler in die Fachsprache der Mathematik ein, und war als Bezeichnung eines Vorgangs, des Höherwerdens: Figuren, deren jast jede ihr aigene Weise hat, dardurch sie hunstlich mag gemessen werden, also dass es nicht noth sey, sie gegen andern Sorten gleichs Zeugs zu wegen, oder in ein Wasser zu werten und die Erhöhung dess Wassers, durch sie beschehen, warzunemen 527, wie eines Zustands, des Höherseins: was nun vberbleibt, das halbirt man vnd ist diss die Frhõhung des Beihels ober die Bõden 582. Weiterhin führt das Weinvisierb. hierfür den Namen Ueber- höhung(s. d.) durch. erweisens. beweisen. EXempeln. ist aus lat. exemplum im 13. Jahrhun- dert in der Bedeutung Beispiel' entlehnt und seit 1400 in mathematischer Verwendung belegt. In schwäbischer Mund- art ist das Fremdwort von alters her geläufiger als das deutsche Beispiel. Dagegen ist die Zusammensetzung Rechenexempel nicht vor 1835 nachzuweisen(Schir- mer 21; H. Fischer, Schwäb. Wb. 2, 901; H. Schulz, Fremd- wörterb. 1, 185). Das Weinvisierb. spiegelt zunächst den

alltagssprachlichen Gebrauch seiner Zeit mit der häufigen