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Anfänge einer mathematischen Fachsprache in Keplers Deutsch / von Alfred Götze
Entstehung
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für„dividere', wie ihn Schirmer 16 seit 1445 belegt. Das ältere teilen(Schirmer 71 seit 1400) und Teilung(6. d.) sind ihm in diesem Sinne so gut wie fremd, Divisor und Dividend(Felix Müller 319 f.) anzuwenden bietet das Weinvisierb. keine Gelegenheit, Division wird ge- mieden: dann so gibt es viel multiplicirens, dividirens, qua- drirens 500. Der Divisor wird selten nach lateinischem Vorbild mit in angeknüpft: Entlich zu allen Fdllen, so divi- dir den multiplicirten Leib in die Lini 48 552, gan? ver- einzelt nach unserer Weise mit durch: rechne den Leib, den dividir hernach durc 3744 603, in der Regel durch mit Dann setze 00 zu 0,5, so wirt 0,500, das dividir mit 4,5, s0 finden sich 77 vnd ein 9 theil 550; das vbrige dividir mit dem Boden 561; der Vnterscheid ist 8, darmit dividir 3080, so kompit 365 562; Dividir die gantze Fasseych mit dem ge jundenen Theil des FVasses, so kompt, wieviel obern Bõden stehe 585; so nun das Fass hüelte 4025, so dividirte ichs mit 52, kompt 77 585; u as kompt dividir mit 6, oder zum Wider- Spil dividir den Cubum mit 6 586. Vorbild für die Verwen- dung dieser nicht recht passenden Präposition ist mu lti- plizieren(s. d.): wann man die Visier dess Fasses mul- tiplicirt mit 4 vnd was kompt mit 5 dividirt, so findet sich die Anzahl deren Metzen so ins Fass gehen 603. Dodekasder n. Das regelmäßige Zwölfflach be- nennt Kepler mit dem Fremdwort, das seit 1539 in deut- schem Text belegt ist(Schirmer 16) und in der Form, die dem griech. oJezdc0c0 am nächsten steht: Pyramis

helt am wenigsten, veil sie nur vier Wände hat, Cubus mehr,

dann er hat sechs Wände, Octabdron noch mehr, dann er hat jhrer achte, hernach das Dodecaédron oder zwöl wändig, vnd am meisten das Jcosabdron oder die zuuaintzig- wandige Figur 557. Entsprechend sind die gleich alten Ikoscéder und Oktaéder(Schirmer 33 und 49) behandelt. Daß in vorstehendem Beleg Oktaeder Maskülin zu sein scheint, mag auf Versehen beruhen. Den zusammenfassen- den Ausdruck Polyöder zu verwenden, bot das Wein- visierb. keine Gelegenheit, in deutschem Text ist es erst seit 1707 belegt(Schirmer 52). Frühe Verdeutschungen für

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