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Egesippi, des Hochberühmten Fürtrefflichen Christlichen Geschichtschribers, fünff Bücher: Vom Jüdischen Krieg, vnd endlicher zerstörung der Herzlichen vnd gewaltigen Statt Jerusalem : ... Sam[m]t eynem nutzlichen Register vnd schönen Figuren/ Jetz newlich auß dem Latein auffs trewlichest verteutschet, mit kürtzen Summarien aller vnnd jeder Bücher vnd Capitel, Auch ordenlicher Jarechnung gezieret, vnd mit Concordantzen bey des auff die Heylige Bibel vnd vnsern newen Teutschen Josephum gerichtet
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Beruſalem/ Das I. Buch. auff eyn gluckliche widerkunfft/ gedachte als dañ die

enhatte/ zu gelegener zeit zurachen⸗ Sog ſchmach daß e hm den Paß verbaw⸗

racks auff die Araberzu /d gelegenvnd veſtes ortzum Streiteingenommen atte. zu, deren Koͤnig eyn

jbrem Reyſigen eug/ vnd vberfilen dieheindſ rauffwendetenſich die Araber mit Schlucht zwiſchen nung zerſtrewet vnter eynander liffen mit

ñ wid Antlocho vnd den rabern/ darinn An d tiochus blibẽ iſt. Jo⸗

ſeph.am 229. blat.

Aretas erwehlter Regent in Celeſyrta/ begibt ſich mit Alexandro ertr Alexander erobert vil Stãtte/ fallet eyn Ahe pie ſeinemvſne errg

das Regiment/ vnd ſtirbt. Alexandra regieret wol/ zlle n daß ſie den gewalts gibt/ vnd jhnen grojſe tprannej geſtattet· en daß ſie den phariſeernzuvii

creta n/ vnd wiewol er wider die Juden ſigete/ vnd Alerandꝛum ſchlug/ iſt dochzwiſchen jhnen beydeneyn Vertrag zwiſcht A. = Vertrag auffgericht worden/ vnder darauff widerumb heym gezogen. reta vnd Alerandro.

Alexander aber zerſtoꝛete Pellam /fam gehn Geroſam/ vnd vnterſtunde ſich abermals et⸗

was von Theodoꝛi Land an ſich zu ziehen/ vnd mit dem Schwert eygen zumachen. Darnach Alerander gewinnet

zog er in Syriam/gewann Gaulonem/ Seleuciam Gamalam/ raͤchet die ſchmach die jhm etliche Stätt.

in voꝛigen Krieg begegnet war/ vndʒzerſtoret Antiochi Veſtungen. Von dannen reyſet er in

Judeam/ ward mit groſſen freuden wider alle hoffnung vmb ſeines wunderbarlichẽ gluͤcks

willen in Kriegsſachen/ von allem Volck auffgenommen vnd empfangen. So bald er aber auffgehoꝛet zukriegen/ fiel er in eyn Kranckheyt/ vnd lag eyn ʒeitlang am

viertaͤgigen Feber. Da es aber eyn wenig beſſer mit hm ward /leget er ſich wider auff Kriegs⸗ lerander vbernd⸗

haͤndel/ hielt keyn maß/ Er hatte wol das Hert vnd den willen/ war doch Leibskrafften halben der ſich nach der

noch vnuermoglich/vbermühetſich allzuſchr/vñ margeltſich ſelber gar ab/ daß er daruon ſter, ſroncheht vund ben mußte. Alſo iſt er mit tod abgangen/ nach dem er das Konigreich ſechs zwentzig jar lang 3 8 9 0 verwaltet/ vnd dieſelbige ʒeit vber mancherley gefahr in Kriegslaͤufften außgeſtanden/ vnd hat zwen Soͤhn hinder jhm verlaſſen/ welche er dem Konigreich zu ſchwach vndſ chlaͤcht geachtet/ urende ieuch vnd deßhalben die gantze Verwaltung ſeinem Weib beuohlen hat dieweil er geſpuͤret/ daß ſie berzn, dem Volck angenem war/ vnd groſſen gunſt beijhm hette/ als die darfuͤr gehalten ward/ daß ſie groß mißfallen an jhres Mannes grauſamkeyt zujederzeit getragen/ vnd nicht alleyn ſter nit gebilliget hatte/ ſondern auch haͤfftig darwider geweſen were/ vnd jhr damit eynen ſ§ chen guten willen bei allem Volck geſchopffet. Es hat auch zwar Alerandro diſer ſein fürſchte 2 nit gefehlet/ dann das Weib hat das Regiment recht vnd wol verſehen/ vnnd ſich jhre Webli⸗ che art daran nit hindern laſſen. Siehat jhꝛ auch eyn gutes lob damit gemacht/ daß ſedehe⸗ lige Geſet ſo fleiſſig gehalten hat. Dann dieweilſie ſich mit eynem beſondetenei da tesdienſis annam/ vnd keynen betrug brauchet/ nam jhr Koͤnigreich zu. Es ließ S Hyr⸗ cano jhrem ãlteſten Sohn/ der doch von Natu as geſchwinder ie hoffnuna /aber keynen ewalt zu Regieren /Ariſtobulo aber/ der etwas ge ſie vnd beredet jhn mit guten woꝛten/ daß er ſich an gemey⸗ . ß. ariſeer S. en ſich die Phariſeer/ welche in der Lehr des Geſetzes wol Sehee cin Zu diſem Weil get bigen hindergiengen diſe be⸗ze der Roͤnigin A⸗ ſeind/ vnd ſonſt von Natur liſig /geſchaͤfftig/geltbegirig. Dieſelbig d namen ſie der⸗ lerandin⸗ růhmte Frawen/ růhmeten ſie jhres hohen Verſtands halben im Seſet/ vnn