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Egesippi, des Hochberühmten Fürtrefflichen Christlichen Geschichtschribers, fünff Bücher: Vom Jüdischen Krieg, vnd endlicher zerstörung der Herzlichen vnd gewaltigen Statt Jerusalem : ... Sam[m]t eynem nutzlichen Register vnd schönen Figuren/ Jetz newlich auß dem Latein auffs trewlichest verteutschet, mit kürtzen Summarien aller vnnd jeder Bücher vnd Capitel, Auch ordenlicher Jarechnung gezieret, vnd mit Concordantzen bey des auff die Heylige Bibel vnd vnsern newen Teutschen Josephum gerichtet
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* Friumuiri, waren trei Perſonen, bei welchen all

Antigont ſaͤmmerli⸗ cher Tod.

von welchem die der aber auß ſon⸗

*

daß er entweder von wegen ſeines Gottſeligenl derlicher offenbarung Gottes zukuͤnfftige ding gewußt vnd bete

VII.

Zudas eyn Eſſener hat Antigono alles geweiſſaget/ wie es bulus fallet nach dem Brudermord in grojſe Zrnuen neenge Ariſto⸗

Ann als derſelbige Antigonum hat ſehen fuͤr vber gehen daer Zude⸗ weiſſaget* eben auff dem Weg war/ ſeinen Bruderzubeſuchen/ ſoll er/ wie ich bericht Anngon Lod. Jo⸗

wird/ zu ſeinen Schulern vnnd Juͤngern/ die bei ſphamybla.

hur Wallſtatt veroꝛdnet/ der ſechshundert Stadia von hin⸗ v d iſt ſchon die vierdte Stund des tags/ derhalben die beſtimñte ʒeit ſeines tods all⸗ bereyt fuͤruͤber. Da er ſolchs geredt/ hat er der ſachen etwas jleiſſiger na chgetrachtet/ wie jhm

doch ſeine Weiſſagung ſo gar fehlen konte. Nicht vberlang hernach erfahret er/ daß Antigo⸗

nus in eynem heymlichen Gang vnter der Erden/ an eynem oꝛt/ der eben ſo wol Stratonis Thurn heyſſet/ als der/ welcher am Meer zu Ceſarea ligt/ vmbkommen ſeie. Nach vollbrachter That gieng Ariſtobulus in ſich ſelber/ vnnd gedachte/ was er fuͤr eyne Ariſiobuſus falle v.

groſſe Sůnde begangen hette/ vnnd fiel darüber in eyn Kranckheyt. Der Brudermoꝛd gieng ber dem Bruder⸗

ſhmn ſtats voꝛ den augẽ vmb/ betrůͤbet jhn ſehr in ſeinem Herten/ daß er weder Tag noch raſt oder ruhe darfur hatte/ der jnnerliche ſchmertz nam auch vberhand/ vnd der neid verkehret

ſich in eyn mitleiden/ vnnd that jhm wehe/ daß er ſeinen leiblichen Bruder vnſchuldiger weiſe/

vnd wider alle billigkeyt vmb ſein Leben bracht hatte/ krencket jhm diſe grauſame vnmenſch⸗

liche That ſein Gemut dermaſſen/ daß er weder darfur ſchlaffen/ noch eynige leiblicheruhe ha⸗

ben kont/ Das Hertzenleyd ward je laͤnger je groͤſſer/ vnnd verzehret jhm ſein Leben/ vnnd das

Marck in den Beynen/ Darzu lieſſe er auch ohn vnterlaß groſſe vnd tieffe Seuffzen.

VIII. Cap.

r us ſperet Blnt/ Diener hinauß tregt/ vnnd auß ſonderlicher 2 n Intgonn⸗ E et wordẽ/ verſe chuͤttet hat. Das gehet Ariſtobulo ſo tieffzu hertzen/ daß er endlich daruber jůmmerlich ſtirbet. 3 Ariſtobulus ſpeſet Ls nuh die traivrigkeyt des Hertzens/ vnnd die Leibskranckheht S* sarvteihieeinenebiehe Aniſiobuſ Blet von ſich/ welches eyn Knab/ der auff den Koͤnig wartet hinauß In bbn tene . 4 N. er verſchuͤttets vngefaͤhrlich/ vnd ohn eynigen fuͤrſatz eben an Sgonus ſein Lebẽ gelaſſen hatte/ die Blutstropffen noch friſch auff der. Blut hatte ver⸗ den lagen. Da erhub ſich eyn groſſe Klag vnd geſchreyvnter denen/ Sgieſſen iaſſen. ches ſahen/ dieweil es eyn anſehen hatte/ als were des Brudermoͤrders ſchickung Gottes/eben an dẽ vt vegoſſen die vrſach ſolches geſchreyes ʒu fragen/ vnd da jede bergiengen jhm die d die Warheyt bekenneten/ vbergiengen) nach/ Da ſie jhm nuh auß forcht ſeiner vngna Diſe ſtraff iſt noch all⸗ Augen mit Waſſer/crſeuffiet in jhm ſelber mit allr mach/ vnd ſyrach Diſeſtraff zuge⸗