Vorꝛede.
»Kinder mit dir eyn Wagenburg ſchlagen! dich belaͤgern/ vñ an allenoꝛtenang⸗ „ſten/ vñ werden dich ſchleyffen/ vñ keynen Steyn auffdem andern laſſen darumb „daß du niterkennet haſi die ʒeit darinn du heymgeſucht biſt. Die ʒeit der heymſu⸗ chung iſt wañ ſich Gott eynem Lande oder Volck auß ſonderlicher Lieb vñtrew offenbaret alle Leibliche vnd Himmliſche gutthaten durchſein Woꝛt vnd Sar⸗ ment anbeutet vnd beydes an Leib vnd Seel begeret ſelig zumachen. Diſe ſon⸗ derliche gnad hatte Gott den Judẽ aucherzeyget/ da er ſie zuſeinem eygen Volc
erwehlet/ mit eyner wolgeoꝛdnetẽ Policei gefaſſet mit dẽ Tempel/ Geſatzen Pꝛie⸗
ſtern vnd Propheten verſehen/ vnd die Statt Jeruſalem/ als eyn gemeyne hohe Schul mitten in die Welt geſetzt/ vnd fur allen Feinden herumb wunderbarlich beſchutzet vnd beſchirmet. Auch ʒu eynem ſonderlichen ruhm vñvortheyldenwah ren Meſſiam vñ Heyland der Welt auß jhnen laſſen geboꝛen werden welcher ſich auch fuͤrnemlich vnter jhnen mit Predigen vñ Wunderwercken geoffenbaret oñ das Opffer fur die Suͤnde des gantzẽ Menſchlichen Geſchlaͤchts vollbrachthat.
Es habẽ aber die Judẽ mehꝛerntheyls diſe gnadẽreiche heymſuchũg Gottes we⸗
der erkennet noch zu jhꝛem Heyl gebꝛaucht/ ſonder Chꝛiſtũ den Sohn Gottes vñ Mittler zwiſchen Gott vnd vns Menſchen verwoꝛffen/ ſein Lehr vnd Wunder⸗ werck gelaͤſtert/ die Pꝛopheten vnd Apoſtel ja Chriſtũ den Hertzogen des Lebens ſelber getoͤdet/ vnd ſich alſo der gnaden Gottes vnwirdig gemacht. Welches ſh⸗
„ nen auch Chꝛiſtus Matth. 3. ernſtlich verweiſet: Jeruſalem Jeruſalẽ die dutö⸗ „ deſt die Pꝛopheten/ vnnd ſteynigeſt die zu dir geſandt ſeind/ wie offt hab ich deine „Kinder verſamlen woͤllen/ wie eyn Gluckhenne jhꝛe jungen Kuchlein vnter ſhre „Fluͤgel verſamlet/ vnd jhr habt nit gewoͤllet. Sihe ewer Hauß ſolleuchwüſt ge⸗ „laſſen werden. Vber ſolche jhre vnbußfaͤrtigkeyt vnd vndanckbarkeyt klaget auch der Apoſtel Paulus vñ Barnabas Act.iʒ. Euch mußte zu erſt das Reich Got⸗ „tes geſagt werdẽ nuh jhꝛ es aber võeuchſtoſſet/ vñ achtet euch ſelbs nit werd des „eiwigen Lebens ſihe ſo wenden wir vns zu den Heyden. Das iſt die rechte Haubt⸗ vrſach alles diſes jam̃ers vnd elends geweſen. Dann ob wol die Juden mit vilen
andern Suͤnden behafftet geweſen/ damit ſie Gottes zom vnd ſtraff auffſichge⸗
laden haben ſo kan doch Gott keyne Suͤnde weniger leiden oder vngeſwafft hin⸗ gehen laſſen/ als eben den vnglauben vñ verachtung ſeines gnadenreichen Euan⸗ geiij welche auch eyn reiche vnd ſiarcke quell aller anderen Suͤndeniſt.
Nuh kan niemand vnter allen Menſchen ſagen/ daß dem Jůdiſchen Volt zu kurtz oder vnrecht geſchehen ſeie/ ſondern jedermann muß bekennen daßſhnen eben recht vñ anders nicht/ denn ſie ſelbs gewoͤllt auß gerechtem Gottes vrcheyl nach jhrẽ verdienſt ſeie gelohnet woꝛden. Dann es iſt jhnen begegnet wie dero
»Pſal ſagt er wolte den Fluch habẽ der wird ihm auch kom̃en/ er wolte den Sige „ nit/ ſowirder auch vern von jhmn bleiben/ vnd zog an den Fluch/ wie ſein Hembt⸗ »vnd iſt in ſein inwendiges gangen/ wie Waſſer/ vñ wie ðle in ſein Gebeyn ſowe⸗ „de er jhm wie eyn Kleyd/ daß er anhabe/ vnd wie eyn Guͤrtel/ daer ſich allwegen mit gůͤrte. Sie wolten die ʒeit der gnaͤdigen heymſuchung Gottes zujhem niterkennen ſo ſuchet ſie Gott in ſenem Zoꝛn ʒu jhꝛem verderben heym Sitwl
ten Chꝛiſtum nit zu jhꝛem Koͤnig habẽ Matth. Joan 0. der ſie von*
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