Druckschrift 
Flauij Josephi, des Hochberühmten Jüdischen Geschichtschreibers, Historien vnd Bücher : Von alten Jüdischen Geschichten, zwentzig, sambt eynem von seinem Leben : Vom Juedischen Krieg vnd der Statt Jerusalem, vnd des gantzen Lands zerstörung, siben : Von der Juden altem Herkommen wider Apionem Grammaticum, zwey : Von Meysterschafft der Vernunfft, vnd der Machabeer Marter, eyns / Alles auß dem Griechischen Exemplar, sam[m]t aller Bücher vnd Capitel Summarischer Inhalt, mit höchstem fleiß von newem verteutscht vnnd zugerichtet, darzu mit Biblischen Concordantzen, Jarrechnung, ordentlichem Register, vnd schönen Figuren, deßgleichen vorhin im Truck nie außgangen, gezieret [von Johannes Spreng, Zacharias Müntzer]
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Aachabeer martyrung.

XIIII. Cap.

Eben ondzu dem allem theten mehrgedachteß 2 einander dermaſſen zu der herennehegebacht ſben Brder, welche Sedrn verachten /ſondern auch alle Bruͤderliche Affectio 4 di vutraͤgliche Schm ertzen rſiben Jlnging. der ſelgen Vernunfft/ die ein Königlich Rahndsn dieſen ſiben Juͤnglingen iſt zaghafft oder kleinmühtig/ vielwe e geweſen ſondern ſie haben alleſam gieich als auffdem weg der vnſierblichkerr/d dfauloderträg dem(wigen Lebenzugechlet/ Denn wie ſich deß Manſchen Händ undißu⸗* hde Marter Red gieichförmig bewegen/ Alſo ſind auch dieſe heylige Jüngling/ als ronn vnſterbl ich en Seel/ zu der bewilligung in den Todt bewegt vndgetrieben ſbenfalugezahl⸗ deren Brüder/ ſo ſich dermaſſen derglichen vnd vereimnigthaben/ S ne

ſben Taguder Weltſchopßung endilichmit Sotrſeligerruwebeſchloſſen/ Ehen auchalſ ſind

mehrgemeldte üng ling/ nach ablegung aller peinlichen forcht/ mit der ſibenden zahl hin durch gedru ngen/ vnd mit herrl ſchem ſighafftem Triumph erfreuwet worden. Wenn wir ſol che Mar⸗ terjetzunder nur anhoren/ ſo ſcheuwen wir vns darvor Dieſe aber/ als ſie nicht allen die ernſtl⸗

che Drauwort vernommen/ ſondern diegreuwliche Schmertzen vor augen geſehen/ haben ſie

groſſe Duldmuhtauch in derjimierlichen Pein deß Feuwers/ das alle Marter vbertrifft /ſtandt⸗ hfftig erwieſen/Denn dieweil die krafftjetztgedachtes Feuwers ſcharpff vnd brennendiſt/ yflegt

Gleichwol darff ſichniemand ſo hoch verwundern/ daß die Vernuufft mehrgedachte Schmettziche Pein Jungling mitten in peinlicher Qual erhalten/ ſintemal auch ein weiblich Gemuht/ das viel vn⸗ der Mutter. beſtändiger iſt/die toͤdtliche Schmertzen verachtet/ vnd in Lufft geſchlagen hat/ Senn von dieſe er Jüngling Mutter ſind die vielfaltige Martyrungen/ ſo allen vnnd jeden hren Sonen zngeſtan⸗ den/ mit hochſter gedult getragen vberwunden worden. Sie betrachtet on zweiffel die wunder⸗ Natůrliche zuneygig barliche bewegnuß der narůrlichen Liebe gegen den Kindern/ die alles auff ein gleichförmig Mit⸗ der Eern gegenden yden richten vndlenden chut /in anſehung/ daß auch die vnvemnünfftge Thiergegen jten Jun⸗ wen⸗ gen /bner maſſen wiedie Menſchen/ geartet vnndgeſinnet ſind. Es iſt aber von vnnöten/ die na⸗ trliche Aeb vder Affection durch viel Erempelder ſtummenden Thier zu erklaͤren/ dieweil wir en ſolches augenſcheinlich an den Binen ſehen/ denn wenn dieſe Honig machen/ pflegen ſie(zu Art der Zinen inbe⸗ verhütung deſſelben vnd jrer Jungen)die jenigen/ ſohinzu gehen wollen/ von den Korben abzu⸗ ſres He⸗ * weiben /auch ſie mitjrem ſpitzigen Angel/ als mit einem Schwerdt/ zu verwunden/ vnd ſich alſo anſnen /ob ſie gleich daruͤber ſterben muͤßten/ ernſtlich zu rechen⸗

Ber die Mutter/ ſo eines gleichen Gemuͤts mit Abraham geweſen/ war durchdie natuͤrliche Liebe gegen den Kindern dermaſſen nicht bewegt/ Denn als r ein zwyfache Wahl auffgethan /gieng jhr der ware Gottesdienſt viel tiefferzuher⸗ tzen/ denn die ʒeilliche Wolfahrtjrer ſiben Sone/ darauff ſie der Tyrann vertroſtet⸗ derwegen ſie auch die Ehr Gottes/ welche den Menſchen biß in das ewig Leben erhelt/ demallem fürſctzen thete. Wie oder in was weg aber ſol ich die Zuneygung der Elterngegen den Kundern, ach die ahnlichheit der Seelen vnnd deß Leibs(die vns gleich in eines kleinen Knaͤblins geſtalt igepflantztiſt)für Augen ſtellen Bevorabweil die Muͤtter viel weicher Sd Vi., vndſich gegen den Kindern groſſerer anmuhterzeigen/ dennſe ſchwaͤcher jr Heeil vn 6 de Bäuer, zu den nehr Liebe ſie zu der Jugendtragen/ je balder ſie ſich in jrnn Schanerenhenliſ nn 5 bdieſe/der ſiben Sön gegenwertige Mutter/ jre Kinderfüranderehochvndbertlich gehehet, ee burt ein ſondere von Natureyngepflantzte Affection/ Soren⸗ ean allen vnd jeden ſelber ſehen můſſen/ mit jhnen

dſiefn auchgegen jhnen durch die ſibenfaltige Geb darneben der groſſen Schmertzen halber/ die ſi endergroit Forcht Gottes jr ʒeitlichs Leben fur ſchlecht vnnd

ein geduͤldig Mitleyden getragen/ vnd auß der itlichs* n w gerng fügt geachtet/ Ja vmb der Froͤſigkeit vnnd Gchorſam Se umnntn hatmehrgemeldte Mutter jre Son billichgeliebet/ Deñ ſie wareng h