Teil eines Werkes 
Erste Teil (1590) Vom XVII. Jar an, bis auff das XXII. / [Mitwirkende: Konrad Adelmann von Adelmannsfelden, Albrecht von Brandenburg, Andreas Bodenstein, Kaspar Creutziger d. Ä., Nikolaus von Amsdorff, Adolf von Anhalt Bischof von Merseburg; Johannes Eck, Friedrich III., Kurfürst von Sachsen, Gabriel von Eyb, Maximilian I., Kaiser; Leo X., Papst; Johann Friedrich II., Herzog von Sachsen; Johann Friedrich III., Herzog von Sachsen; Georg, Herzog von Sachsen; Johann Wilhelm, Herzog von Sachsen; Karl V., Kaiser; Philipp von Bayern; Philipp, Landgraf von Hessen; Johannes von Schleinitz, Bischof von Meißen; Georg Spalatin, Johannes Tetzel, Tommaso de Vio, Georg Rörer]
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D). AI. 49 0 2 1 e hat einmat ein. f om Welb ein i Geſicht geſehen/ wiedrch gdet p B Jungfrawen bey einem Altar ſaſſen/ Vnnd vnter der Meſs lieff enn npe Lol B&ʒ ein huͤbſch Kneblin von dem Altar/ vnnd gieng zu der erſten Weibeter. Jungfrawen/ thet freundlleh zu jhr/ hertzet ſie/ vnd lachet ſie lieblich b 3 an. Darnach gieng er zu der andern/ vnd thet nicht ſo freundlich zu jr/ 8 hertzet ſie auch nicht/ Doch hub er jren Schleier auff/ vnnd lechelt ſie freundlich an. Der dritten aber thet er kein freundlich Zeichen/ ſchlug ſie ins Angeſicht/ reuffet ſie vnd ſties ſie/ gieng gantz vnfreundlich imitkt. r vmb/ Ynd lieff ſchnell wider auff den Altar/ vnd verſchwand. me ,. D àA ward demſelben Weibe dis Geſichr ausgelegt/ Das die erſte Vrnens ae Jungfrawe) bedent die vnreinen geniesſuͤch tigen Geiſte/ Welchen Seiſter. Gott mus viel gutes/ vnd mehr jren willen/ denn ſie ſeinen/ thun/ wol⸗ en nichts mangeln/ allzeit troſt vnd lnſt an Gott haben/ nicht benuget an ſeiner Guͤte. D e ander bedeutet die Geiſter/ Die angefangen Gott; zu dienen/ vnd wol etwas mangel! leiden/ doch nicht gantz/ noch on eigen genies vnd geſuche ſind. Er mus jnen zu weilen ein kebli chen Blick geben/ vynnd ſie empfinden laſſen ſeine Guͤte k das ſie damit lernen auch ſeine 3 blo ſſe Guͤtigkeit lieben vnd loben. 4 DBer die dritte/ das arme Aſebenproͤdlin/ hat nichts denn eitel mangel vnd vngemach/ Sucht kein genies/ leſt jm bemͤgen/ das Gott gut iſt/ Ob ſie es auch mmetmehr empfinden ſolt(das doch vnmuͤ⸗ Buch iſt) Bleibt gleich vnd einfoͤr mig/ auff beider Seiten/ liebet vnnd l0obet eben ſo wol Gottes Guͤtigkeit/ wenn ſie nicht empfunden/ als wenn ſie empfunden wird/ Fellet nicht auff die guͤter/ wenn ſie da 8 8

3 un dnuffheh. ſind/ Fellet auch nicht abe/ wenn ſie abe ſind/ dag iſt die rechte Braut/

men wol vnd dumntim SDS ie zu Chriſto ſpricht/ Ich wil nicht das deine/ ich wil dich ſelber ha⸗? Neae Prant ben/ Biſt mir nicht lieber 78 wenn mir mot ſt⸗ auch nicht Pollebet, hruſ..

n/H ens oih inden wenn mir vbel iſt. 33

SOlche Geiſter erfüllen das/ da geſchrieben ſichet/ Ir lletn nicht 1 Weichen von der gleichen/ richtigen Gottes ſtraſſen/ weder zur lineken noch zur rechten ſeiten/ das iſt/ ſie ſollen gleich vnd Mieheie Gott lieben vnd loben/ Nicht ſich ſelb ſuchen vnd jren genies. Einen ſolchen Geiſt andd hatte Dauid/ da er von Jeruſalem getrieben durch ſeinen Son Abſa⸗ Dauidvon a, lſlom/ Vnd darauff ſtunde/ das er ewig verworffen/ nimermehr Koͤnig/ ben⸗. Sam. 4 vnnd zu Gottes gunſt komen wuͤrde/ ſprach er/ Gehet hin/ wil mich ¹s Gott haben/ Er wird mich wol wider hinein fuͤren/ Spricht er aber/ ich wil dein nicht/ So bin ich bereit. O wie ein rein Geiſt iſt das gewe⸗

Erbach von n Gottes Ste zu lebenſn loben/ vnd Ofolen 4 nicht Ableſſät in

wie viel thebrieheri Kem Lende Geſſ und L1 4 el hren Oder In retchthum. gewalt ſich meſsigen/ denn in armut/ ſchanden vnd ſchwacheit/ Die⸗ vad vnd ge⸗ weil reieht hun/ehre vnd gemyilt ſtar cke anreitzungvnd vrſach geben/ g zut ſich Imeſei⸗ b

T. 1. Wmmin i a dem 1