Teil eines Werkes 
Erste Teil (1590) Vom XVII. Jar an, bis auff das XXII. / [Mitwirkende: Konrad Adelmann von Adelmannsfelden, Albrecht von Brandenburg, Andreas Bodenstein, Kaspar Creutziger d. Ä., Nikolaus von Amsdorff, Adolf von Anhalt Bischof von Merseburg; Johannes Eck, Friedrich III., Kurfürst von Sachsen, Gabriel von Eyb, Maximilian I., Kaiser; Leo X., Papst; Johann Friedrich II., Herzog von Sachsen; Johann Friedrich III., Herzog von Sachsen; Georg, Herzog von Sachsen; Johann Wilhelm, Herzog von Sachsen; Karl V., Kaiser; Philipp von Bayern; Philipp, Landgraf von Hessen; Johannes von Schleinitz, Bischof von Meißen; Georg Spalatin, Johannes Tetzel, Tommaso de Vio, Georg Rörer]
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4 2 Magmficak. abnemen/ darnach die Guͤter komen oder gehen. Aber dis hertz Ma⸗ rie ſtehet feſt vnd gleich in aller zeit/ Ceſſet Gott in jr wircken nach ſei⸗ nem willen Nimpt nicht mehr dauon/ deñ einen guten Troſt/ Freud/

DeeMeea vnd zuuerſicht in Gott. Alſo ſolten wir auch thun/ Das were ein recht

hgen. Magniſicat geſungen. b

Vnd mein Geiſt frewet ſich in Gott meinem Heiland.

per Geiſt faffe As der Geiſt ſey/ iſt itzt geſagt/ Nemlich/ der die vnbegreiff⸗ vnnege( lichen ding fehet durch den Glauben Darumb nennet ſie durchden guch Gott jren Heiland oder ſeligkeit/ Das ſie doch nicht ſabe Glauben. noch empfande/ Sondern in feſter zuuerſicht trawet/ er were jr Hei⸗ land vnnd ſeligkeit/ Welchen Glauben ſie aus dem Gottes werck in jr geſchehen empfangen. 3 b

3 5.

maria fehernn Od fuͤrwar ordentlich fehet ſie an/ Das ſie Gott ehe nennet jren oWenelteh D HERRNdenn jren Heiland/ Vnd ehe jren Heiland/ denn ſie ſeine zu ſingen. Werck erzelet. Damit ſie vns leret/ wie wir ſollen Gott blos vnd recht ordentlich lieben vnd loben/ Vnd ja nicht das vnſer an jm ſuchen. Der Gott blos vnd liebet aber vnd lobet blos vnd recht Gott/ Der jn nur darumb lobet/ recht leben Das er gut iſt/ vnnd nicht mehr denn ſeine bloſſe Guͤtigkeit anſihet/

Auslegungdes X

Pndloben vnd nur in derſelben ſein luſt vnd frende hat/ Welchs iſt ein hohe/ rei⸗ ne/ zarte Weiſe zu lieben vnd loben/ Die wol eigent einem ſolchen ho⸗ hen/ zarten Geiſt/ als dieſer Jungfrawen iſſt.

Verkerete lieb⸗ O Je vnreinen vnnd verkereten Liebhaber/ Welche nicht mehr⸗/

baber Gotres denn lanter Mieslinge ſind/ vnnd das jre an Gott ſuchen/ Die lieben

Nieslinge. vnnd loben nicht ſeine bloſſe Guͤtigkeit/ Sondern ſehen auff ſich ſelb/ vnd achten nur/ wie viel Gott vber ſie gut ſey/ das iſt/ wie viel er ſeine Guͤte empfindlich jnen erzeige/ vnd thue jnen wol/ vnd halten viel von jin /Sind froͤlich/ ſingen vnnd loben jn/ ſo lange ſolch empfinden weret.

gleich bleiben/ in haben vnd mangeln/ in Reichtumb vnd Armut/ Wie vin..

mangel haben. VOn dieſem ſagt ð

auch Chriſtus/

gibt/ Auch nicht ſeliglich mit jnen wircken kan. Dauon wollen wir ein fein Exempel hoͤren. 1iee Suhed sensde