Teil eines Werkes 
Erste Teil (1590) Vom XVII. Jar an, bis auff das XXII. / [Mitwirkende: Konrad Adelmann von Adelmannsfelden, Albrecht von Brandenburg, Andreas Bodenstein, Kaspar Creutziger d. Ä., Nikolaus von Amsdorff, Adolf von Anhalt Bischof von Merseburg; Johannes Eck, Friedrich III., Kurfürst von Sachsen, Gabriel von Eyb, Maximilian I., Kaiser; Leo X., Papst; Johann Friedrich II., Herzog von Sachsen; Johann Friedrich III., Herzog von Sachsen; Georg, Herzog von Sachsen; Johann Wilhelm, Herzog von Sachsen; Karl V., Kaiser; Philipp von Bayern; Philipp, Landgraf von Hessen; Johannes von Schleinitz, Bischof von Meißen; Georg Spalatin, Johannes Tetzel, Tommaso de Vio, Georg Rörer]
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Auslegungdes LXVIII.

warnung vnd warnemen geſchehen/ wie S. Paulus 2.

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Cor. 1 1 1. ſagt/.

. b 1 1 *

Ich fuͤrchtere d, Cpriſti/ Gleich wie Rua von der Schlangen ver⸗ einfeltigen verſtand Chriſti/ Gleich wie Eua von der 55

te ward/ Vnd der gleichen viel mehr Spruͤch. 86)e.9

25. Vm deines Tempels willen zuHieruſalem/ werden dir die Konige Geſchenck zufuͤren.

x& Je laut der Prophet/ als rede er vom leiblichen Tempel vnnd Beſchencken/ Vnd mas wol hingehen in einfeltigem verſtand/ 5

G Das Koͤnige vnnd Fuͤrſten/ haben den Kirchen viel Guͤter ge⸗ ue, 42

ben/ vnnd ſie erneeret/ wie auch Eſaias 4 9. ſagt/ Die Koͤnige werden 1 00.

deine Srneerer ſein/ vnd Koͤniginne deine Ammen/ vnd Cap. 60. Du

wirſt der Heiden Milch ſaugen/ Vnd mit der Xoͤnige Bruͤſten geſeu⸗

get werden. Das iſt vorzeiten bey den heiligen Biſchouen geſche⸗

hen/ da noch kein Misbrauch war/ Aber es hat nicht lang geweret.

Das iſt alles geſchehen vmb des Tempels willen zu Jerujalem/ das

iſt/ vmb der Kirchen willen/ die zu Jeruſalem hat angefangen/ vnd in

alle Welt ausgebreitet iſt. Denn der Tempel zu Jeruſalem war ſehon

zuſtoͤret/ da das geſchehen iſt/ Welchs doch nicht vor/ Sondern nach

Pſalm ordentlich gibt. Araffrdes D s iſt aber nicht darumb geſchrieben/ das die Kirche ſolt reich Worts vnd ſein/ denn es ſollen Narung ſein/ Als die wort Eſaie lauten/ Sondern Glauvens. anzuzeigen die krafft des Glaubens/ das Gott ſie ſo bekrefftigt/ das auch Koͤnige/ Koͤnigin vnd Fuͤrſten zum Glauden bekeret/ Vnd jren glauben mit ſolchen Geſchencken bezeugen wuͤrden/ die armen in der b Kirchen zur neeren. Wie aber der Glaube iſt verruͤckt/ durch boͤſe Le⸗ Muabrauch der rer/ Alſo ſind auch ſolche Guͤter komen in den ſchendlichen Miſs⸗ Zirchengurer. Hrauch/ Das kein arm Menſch jr genieſſen kan/ das hat der Prophet auch erſehen/ vnd ſpricht.

30. Straff das Thier im Rhor/ die ſamlung der Ochſen vn⸗ ter den Kelbern der Voͤlcker/ Welchs da regirt in den Lieb⸗ habern des Silbers/ Vnd zurſtrewe das Volck/ das da ſucht am neheſten zu ſein. Ser

Jeweil der Kirchen ſolten von Koͤnigen geben werden Guͤ⸗ ter/ vmb Chriſtus willen/ die Armen zuerhalten/ Iſt dadurch dem Geitz vrſach geben/ zu allem vbel/ Vnnd iſt doch nicht zu vmbgehen geweſen. Drumb bittet er hie/ Gott wolle ſtraffen die gei⸗ tzigen vnd ehrgeitzigen/ die ſolche Guͤter zu jnen reiſſen/ vnd nur vmb gut vnd ehre willen/ in die Hoͤhe ſteigen/ Wie jtzt der Bapſt/ Cardi⸗ de DlchsneeProſten Wun he⸗ vnnd dieſelbe Rotte gantz wuͤtend iſt.

LAs hoͤren aber wie er ſie beſchreibt. Zum erſten/ Vennet er ſie ein CTdier un Rohr. Thier im Rohr/ drumb/ das es viehiſehe Menſchen ſind/ on allen

Geiſt/ vnd ligen im Rohr/ das iſt/ in jren eigen Menſchen geſetzen/ wel⸗

che

.Cor. 11. Ich fuͤrcht ewer gleubiger Verſtand/ werd verruͤckt werden von dem¹ or. It

dem auff ſteigen Chriſti in die Doͤhe/ geſehehen muſt/ Wie hie der..