(42 Thaler Pr. C.) fuͤr 6 Monat beſtimmt iſt, ſo
wird jeder Landwirth leicht dieſe Ausgabe machen
koͤnnen. Die Inſtrumente unſter Schaͤfer ſind: eine Hacke, eine Peitſche und ein Stock. Die Hacke
hat oben einen Haken, um die Thiere damit an den Beinen zu halten, mit der Peitſche erweckt und haͤlt er die Schaafe zuſammen, beſonders in der Hortzeit.
Gewoͤhnlich ſtricken die Schaͤfer auf dem Felde, allein es wäre beſſer, wenn ſie dies unterließen und ſich lediglich mit ihren Heerden beſchaftigten, welche durchaus eine ſtete Aufſicht erfordern. Manche Schäͤfer haben vor andern ein geuͤbtes Auge. Ich habe einen gekannt, welcher des Morgens vor dem Stalle an dem Bldoken erkannte, welches Mutter⸗ ſchaaf die Nacht gelammt hatte, und einen andern,
der des Abends beim Zuhauſekommen jedem ſchwa⸗
chen oder ungeſchickten Lamm ſeine wirkliche Mut⸗ ter zutheilen konnte.
Das Verhaͤltniß der Schaͤfer iſt verſchieden.
An manchen Orten hoben ſie ſtatt alles Lohnes eine gewiſſe Anzahl Vorvieh. Dieſe Einrichtung iſt ſchlecht.
Man muß nie einen Menſchen ſo ſetzen, daß er
vermoͤge ſeiner Lage ungeſtraft betruͤgen kann. Es giebt ſogar Gegenden, wo dieſer Mißbrauch derge⸗
*) Die franzoſiſchen Schafer ſind auf die Weiſe weni⸗ ger geuͤbt als die unſrigen Hier verlangt man dieſe Eigenſchaft von jedem Knecht, der bei der Mutter⸗ heerde dienen will⸗ W.


