Druckschrift 
Ueber die Schaafzucht, insbesondere über die Race der Merinos / Auf Befehl Sr. Excellenz des Minister des Jnnern herausgegeben ; bearbeitet von Tessier, Mitglied des National-Instituts, des Ordens der Ehrenlegion, der Societät des Ackerbaues und der Arzneischule in Paris, des Unterrichts-Ausschusses der Thierarzneischule zu Altorf, und General-Inspektor der Staats-Schäferein ; Jns Deutsche übertragen, mit Anmerkungen und Zusätzen von W. Witte, Mitglied der Potsdamer ökonomischen Gesellschaft und der Pariser Societät des Ackerbaus, Erbherrn auf Falkenwalde
Entstehung
Seite
257
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hat, daß ſie dieſe Ballen machten,(welche man mit dem Ramen gobbe, vergifteter Biſſen.) be⸗ zeichnet und ſie den Thieren zum Verſchlucken vor⸗ wuͤrfen. Eine mehr verbreitete richtige Kenntniß ihrer Entſtehungsart wird hoffentlich jezt dieſen ſchäd⸗ lichen Glauben unterdruͤckt haben.

Herr Chabert hat daruͤber geſchrieben und iſt in den Annales d'Agriculture, Theil XXIV, XXVII

und XXXIX mehrmals davon die Rede geweſen*).

Von den Schaͤfern und ihren Hunden.

Die Leſer werden aus dem ganzen Inhalt die⸗ ſes Buchs geſehen haben, daß es ſo wichtig iſt, ſich gute Schaͤfer zu verſchaffen, daß man ohne dieſe nie hoffen darf, eine gute Heerde zu erhalten.

Ehemals war der Stand der Schaͤfer ſehr ver⸗ achtet; jezt hebt er ſich zu einem der angeſehenſten unter den landwirthſchaftlichen Bedienungen. Auch hat der Miniſter des Innern befohlen, daß in jedem der kaiſerlichen Etabliſſements eine Schaͤferſchule, wie die bisher ſchon in Ramboullet beſtehende, ein⸗ gerichtet werde. Der Einfluß dieſer Schulen wird ſehr ſeegensreich ſeyn, und da die Penſion fuͤr einen Schaͤferlehrling auf die maͤßige Summe von 1350 Fr.

*) Ich unterdruͤcke das Weitere hieruͤber Geſagte, da es mir nicht intereſſant genug zu ſeyn ſcheint. W.