Von der Reinigung der Schaaſfſtaͤlle bei anſtek⸗ kenden Uebeln.
Wenn anſteckende Krankheiten unter den Schaa⸗ fen herrſchen, ſo iſt es nuͤtzlich, die Staͤlle reinlich zu halten, freien Luftzug darin zu bewirken und die Streu oft zu veraͤndern. Iſt die Krankheit vor⸗ uͤber, ſo muß man zur Reinigung der Staͤlle ſchrei⸗ ten, ehe man wieder Schaafe hineinbringt.
Man hat viel auf aromatiſche Räucherungen gehalten, z. B. mit Zweigen und Beeren des Wach⸗ holder oder harzigten Subſtanzen. Allein es iſt hier nicht genug, einen angenehmen, ſtatt eines anſtek⸗ kenden, Geruchs hervorzubringen. Raͤucherungen, wel— che nicht das ſchaͤdliche Gas neutraliſiren, oder die Wirkſamkeit des ſchaͤdlichen Miasma erſticken, hel⸗ fen nicht. Auch das Verdunſten von Weineſſig iſt nicht viel wirkſamer.
Man muß zuerſt den Miſt fortſchaffen; Thore und ZFenſter offnen; Raufen, Krippen und Mauern (leztere auf 3 Fuß hoch) mit kochendem Waſſer waſchen; 2 Zoll ſtark Erde aus dem Grunde weg⸗ nehmen und andre einbringen laſſen. Dann wendet wan folgendes von Herrn Guyton de Morveau angezeigte Mittel an, welches in Verbindung mit dieſen Reinlichkeits⸗Regeln voͤllig ſeinen Zweck er⸗ reichte.
Man ſtellt auf ein Becken mit glähenden Koh⸗ len eine weite Schaale, in die man 4 Unzen etwas feuchtes Kuͤchenſalz wirft, und darauf etwa 3 Un⸗


