Druckschrift 
Ueber die Schaafzucht, insbesondere über die Race der Merinos / Auf Befehl Sr. Excellenz des Minister des Jnnern herausgegeben ; bearbeitet von Tessier, Mitglied des National-Instituts, des Ordens der Ehrenlegion, der Societät des Ackerbaues und der Arzneischule in Paris, des Unterrichts-Ausschusses der Thierarzneischule zu Altorf, und General-Inspektor der Staats-Schäferein ; Jns Deutsche übertragen, mit Anmerkungen und Zusätzen von W. Witte, Mitglied der Potsdamer ökonomischen Gesellschaft und der Pariser Societät des Ackerbaus, Erbherrn auf Falkenwalde
Entstehung
Seite
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Eigelb und Brandtwein verbinden.

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Federmeſſer, dann die Wunde mit heißem Wein

reinigen und mit einer Digeſtivſalbe von Terpentin,

Hat ſich ein Schaaf das Bein gebrochen, ſo

kann man den Bruch leicht heilen, wenn ſelbſt er

alt ware. Man bereitet dann 2 3 4 kleine Holz⸗ ſcheiden, bringt ſie auf den Bruch des Fnochens an, und bedeckt ſie mit einer Miſchung von Ofenruß und damit geſchlagenem Eiweiß, worauf man das Ganze mit hinreichend ſtarkem Verband belegt, um es zuſammenzuhalten, dieſen jedoch nicht zu ſcharf

zuſammenzieht, weil dies Brand veranlaſſen koͤnnte.

Dabei muß man das Thier abgeſondert auf guter Streu halten, und ihm das Futter niedrig vorſetzen, wo es dann bald geheilt wird und gehen lernt. Krumme Beine der Lämmer hat man oft durch kleine Stiefelchen gerade geheilt. Juͤr die einfachen Verwundungen darf man nicht ſorgen, wenn die Jahreszeit nicht die Einwirkungen der Hitze befuͤrchten laͤfit; im Sommer muß man darauf Acht geben, wegen der Fliegen, welche man durch Terpentindl abhält. Wunden, welche durch Schlage oder Biſſe veranlaßt ſind, fordern mehr Aufmertſamkeit: man behandelt ſie mit ſpiritudſen Sachen, z. B. Fau de Lavande, Arquebusade u. ſ. w. Wegen der Wunden beim Scheeren ſehe man den Artikel Scheeren nach⸗ 6

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