ration muß man die Schaafe einige Zeit in freier Luft laſſen, damit der Tabacksrauch ſie nicht beläſtige.
Oft iſt mir ſchon die Vermuthung beigefallen, daß Schaafe mit den Blättern Inſekten verſchluk⸗ ken; beſonders wenn ſie zu einer Zeit weiden, wo gewiſſe Arten von Spinnen ihre Netze ausgeſpannt haben und ſich darin eine Menge kleiner Canthari⸗ den oder andrer ſchadlicher Inſekten verwickeln. Ich habe mich oft verwundert uͤber die große Menge dieſer Spinngewebe, und die darin gefangenen In⸗ ſekten, beſonders auf dem wilden Mohn(papaver Rhoeas, Coquelicot), der damit uͤberzogen war, und ich vermuthe, daß die bald darauf erfolgten Sterben mehr hierdurch als durch eine boͤſe Eigenſchaft der Pflanzen ſelbſt veranlaßt ſind. Selbſt die von den Inſekten benagten Blaͤtter ſchon, mogen ihnen ſchäd⸗ lich ſeyn. Ich will beides nicht behaupten, aber es waͤre doch gut, Beobachtungen daruͤber anzuſtellen.
Von Geſchwuͤlſten, Quetſchungen und Wunden.
In einer gut gepflegten Heerde kommen dieſe Falle nicht leicht vor. Geſchiehr es aber, ſo muß man nicht ſorglos ſeyn. Bisweilen bemerkt man unten an den Backen Eiterſuͤcke, welche als Folge einer Krankheit entſtehen können. Dieſe Saͤcke ſind recht noͤtzlich; man darf der eingeſchloſſenen Materie nur Abzug verſchaffen, mittelſt eines Biſtouri oder


