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Schaafe ſo wenig trockne als gruͤne Nahrung zu
viel mit einem Mal nehmen laſſen; 2) ſie auf Wie⸗
ſen mit zartem Graſe nicht eher als ſie abgetrocknet ſind, oder wenigſtens nur ſchnell daruͤberhin weiden
laſſen; man kann lieber einmal öfter dahin zuruͤck⸗ huͤten. 3) Wo man Klee, Luzerne, junge Erbſen oder Wicken fuͤr die Schaafe gruͤn abmaͤht, muß man dies einen Dag vorher thun, um ſie erſt ab⸗ welken zu laſſen, ehe die Thiere ſie freſſen ¹à).
Wenn ein Schaaf aufgeblaͤht iſt, giebt man
*) Eine Hauptvorſichtsregel vergißt der Autor, die nem⸗ lich, die Thiere hoͤchſt ruhig und nicht wind⸗
an auf ſolchen gefaährlichen Plaͤtzen zu huͤten Der Schaͤfer muß dabei nicht hinter, ſondern vor dem Vieh gehen, und es ſo gewoͤhnt haben, daß keins vorlaͤuft; ſie auch eben ſo ruhig zu rechter Zeit her⸗
untertreiben. Ich habe von erfahrnen Schlaͤchtern wahre Kunſtſtuͤckchen in dieſer Ruͤckſicht geſehen. Ob uͤberhaupt ein beregnetes Klee⸗ Luzern⸗Stuͤck nicht
ſicherer zu huͤten als ein trocknes, iſt ſehr die Frage
und ich moͤchte mich dafur entſcheiden. Das Ab⸗ welken des abgemähten Futters halte ich, der ſo
ſehr leicht moͤglichen Erhitzung und daraus entſte⸗ henden groͤßern Gefahr wegen, eher ſchaͤdlich als nuͤtzlich. Beim Rindvieh iſt mir mit allen Sorten gruͤn abgemaͤhten Futters bei mehrjähriger Erfah⸗
rung nie ein Unglücksfall begegnet. Der Verfaſſer ſoagt nicht daß im Herbſt, September, October, die Gefahr des Aufblaͤhens weit groͤßer als im Srüh⸗
jahr ſey, iſt dies ausgemacht wahr.
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