ins Innere; 6— 8 Linien ſind meiſtens hinreichend, und oft weniger, wenn der Schaͤdel biegſam und ſchon duͤnne iſt. Man zieht ſchnell das Inſtrument dann wieder zuruͤck, welchem der Hydatide, noch ge⸗ fullt oder leer folgt; man zieht ihn behutſam, ent⸗ weder mit einer Nadel oder mit den Fingern her⸗ vor; dreht dann den Kopf des Thieres herum, um ſo viel Waſſer als moglich auslaufen zu laſſen, wel⸗ ches man dadurch ſchneller hervorbringt, daß man dem Schaafe einen Finger ins Maul ſteckt, damit es die Kinnladen bewegen muß. Bisweilen koͤmmt ſo wenig Hydatide als Waſſer; dann bringt man den Pfriem leiſe und ruhig von neuem hinein, um die Blaſe zu durchbohren oder zu loͤſen. Man muß nicht immer durchaus die Blaſe hervorziehen wollen; es iſt genug, ſie durchſtochen zu haben.
Die Herren Jvart und Rappolt thun ſowohl vor als nach der Operation nichts weiter, als daß ſie die Kranken abſondern, und gut, aber maͤßig fuͤttern. Sie thun nichts auf die Wunde, als einige Tropfen Terpentin⸗Eſſenz: ja man duͤrfte ſie nur blos mit Wein waſchen. Man ſieht aber nach dem Thier, und reinigt die Wunde von Schmutz, oͤffnet ſie auch 3 Tage lang, alle 2 Tage, entweder dadurch, daß man den Schorf abnimmt, oder auch, daß man mit dem Pfriem ein wenig hineinſticht, um ſo dem Waſſer und allem, was ſich unter der Wunde an⸗ geſammelt haben koͤnnte, Abzug zu verſchaffen, denn alles Waſſer koͤmmt nicht immer bei der Operation. Auch Herr Ivart will keinen Saugetrokar anwen⸗


