dem linken Ufer des Guadiana zugebracht haben; ſie gehen in Abtheilungen von 4 bis 3000 Stuͤck“ bei Almares uͤber den Dago und nehmen ihre Rich⸗ tung nach Villa Caſtia, Trescaſas, Alfaro, l'Es⸗ pinar und andern dort liegenden Schurhaͤuſern(Es⸗ quileos) um die Schur zu machen.
Wenn dies geſchehen, ſo macht ſich jede Ab⸗ theilung wieder auf den Weg nach dem Koͤnigreich Leon, um in kleinen Trupps von 500 Stuͤck in die Weiden von Cervera bei Aquilar del Campo vertheilt zu werden. Auf dieſem Zuge folgen ſich die Heerden, ohne in Verwirrung zu gerathen; ei⸗
derer ſo groß ſind, daß Carl der V. genothigt war, ihnen den freien Durchgang durch einen Park zu verſtatten, den er auf dieſem Wege hatte anlegen laſſen.
Uebrigens iſt Spanien nicht das einzige Land, in dem man wandernde Heerden fand. In Aſien findet man mehrere wandernde Heerden, ja der Rei⸗ ſende Chardin will in Perſien Schaafheerden ge⸗ funden haben, welche auf ihren Wanderungen mehr als 2 Meilen bedeckten. Von den Romern(nam mihi greges in Apulia hibernant, qui in restis montibus aestivarant. Varr. 1. 2. c. 2.) iſt dieſer Gebrauch auf einen Theil der jetzigen Neapolitaner üͤbergegangen, wo man in Apulien wandernde Heer⸗ den findet; und nicht unbedeutend ſind, in der Provence, im Departement des bouches du Rhone und in den Pyrenaͤen, die immer noch wandernden Heerden.
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