zeichneten Cavagnen*) zu kaufen, wendeten ſie ſich meiſtens an Contrebandirer, die ihnen weit geringere Thiere liefetten. Sie wuͤrden auch viel Muͤhe gehabt haben, es anders zu machen, indem die großen Heerdenbeſitzer in Spanien zur Eppor⸗ tation keine ihrer beſſern Schaafe verkaufen woll⸗ ten und die Geſetze des Landes das Herausbringen dieſer Thiere ſtrenge verbieten. Ehe ich die Nach⸗ theile dieſer erſchlichenen Ankaͤufe zeige, will ich von den verſchiedenen Arten der Schaafe, die ſich in Spanien finden und dem Marſch derer ſprechen, welche 2 Mal jaͤhrlich die Widder wechſeln; da die⸗ ſe Bemerkungen fuͤr diejenigen nutzlich ſein koͤnnen, welche der Meinung ſind, daß alle aus jenem Reich kommende Schaafe gleich fein ſeien.
Es giebt in Spanien vorzuglich zweierlei Schaͤ⸗ fereien: Wandernde und Stehende.**) Die Wandernden theilen ſich in die Leoneſer und Segovier⸗ Race und in die Sorianen; die Stehenden werden ſo genannt, weil ſie niemals reiſen; zum Dheil be⸗ ſtehen ſie aus dem ausgemerzten Vieh der Wan⸗
*) Eine Cavagne heißt eine ſehr große Heerde. T. (Oder vielmehr der Berg oder das Weide⸗Revier, welches vielleicht durch 10— 12,000 Schaafe in meh⸗ reren kleinen Heerden, die aber immer die nemlichen
.&. 6 bleiben, behuͤtet wird.— Ganaderos heißen dio reichen Heerdenbeſitzer, von dem Worte„Ganado“
„ Heerde. W.)
**) Pranshumantès und estautés..


