Druckschrift 
Ueber die Schaafzucht, insbesondere über die Race der Merinos / Auf Befehl Sr. Excellenz des Minister des Jnnern herausgegeben ; bearbeitet von Tessier, Mitglied des National-Instituts, des Ordens der Ehrenlegion, der Societät des Ackerbaues und der Arzneischule in Paris, des Unterrichts-Ausschusses der Thierarzneischule zu Altorf, und General-Inspektor der Staats-Schäferein ; Jns Deutsche übertragen, mit Anmerkungen und Zusätzen von W. Witte, Mitglied der Potsdamer ökonomischen Gesellschaft und der Pariser Societät des Ackerbaus, Erbherrn auf Falkenwalde
Entstehung
Seite
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In Spanien giebt man einem Bock gewoͤhn⸗ lich 15 Schaafe, in Frankreich rechnet man 3 aufs Hundert, und der Zuſtand und die Menge der Lämmer beweiſen, daß mehr nicht nothig ſind; im.

Gegentheil greifen ſie ſich bei dieſem Verhaͤltniß

nicht zu ſehr an und man kann ſie lange Zeit er⸗

halten. Unter den Muͤttern ſuche man, um gut

zu veredlen, die ſchoͤnſten der Race aus, der man den Vorzug geben will. Alle koͤnnen auf den hoͤch⸗ ſten Punkt der Veredlung geführt werden, allein nicht alle kommen dahin gleich ſchnell.*)

Die Rouſſilloner Race iſt unter den franzoſi⸗ ſchen diejenige, die am ſchnellſten dahin gelangt; von der Zten Generation an iſt ihre Wolle eben ſo fein als die aͤchte. In den zweiten Rang wuͤrde ich die Berryer, Sologner, Ardenner ſetzen; freilich haben ſie nur duͤnne Wolle und die Vließe(Pelze) der Metis, die man davon erhaͤlt, ſind weniger ſchwer

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uͤber die Kenntniß der verſchiedenen Eigenſchaften der Wolle viele mit ſo viel Scharfblick als Sach⸗ kenntniß abgefaßte Bemerkungen. W.

) Um jzu wiſſen, nach wie viel Generationen und Jah⸗ ren die verſchiedenen franzoͤſiſchen Racen ganz fein⸗ wollig werden koͤnnten, ſind durch die Landwirth⸗ ſchaftstommiſſion zuerſt im Park von Raincy Ver⸗ ſuche angeſtellt, die in Sceaux und zuletzt in der Me⸗ nagerie von Verſailles fortgeſett wurden; dann hat man ſie nach der Thierarzneyſchule zu Alfort ver⸗ legt, wo man ſich noch damit beſchaͤftigt. W⸗