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etwas Salpeter, oder ſaͤuerlich gemacht mit Pitriolbl. Zieht es ſich in die Länge, ſo iſt Alaun zu 10 Gran täglich dreimal gegeben, wohl das zuverlaͤßigſte Mittel. 5 42. Das Lahmen der Lämmer.
Das Lahmen der Lämmer wird theils auf Erkaͤltung geſchoben, die allerdings uͤblen Einfluß auf ſie haben kann, wenn ſie an die ſtarke Hitze des Stalles gewoͤhnt, nun in einen ſcharſen Zugwind kommen,— theils auf einen Ueberfluß von Milch, wenn man den Muͤttern ſarkes Futter auf einmal reicht. Auch das Wohlthaͤtigſte kann bei Ungewohnheit ſchäͤdlich werden. Die Schaͤfer haben die Gewohnheit, ihnen einen Schnitt im Fuße zu machen, wobei eine kleine Blutung erfolgt. Ein am Fuße angeſetzter Blutigel wuͤrde ohne Zweifel wirk⸗ ſamer und ſicherer ſeyn. Porzügliche Laͤmmer waͤſcht man mit Branntweinsſpuͤhlig oder Vor⸗ ſprung; da ſie oſt ſteife Beine danach behalten⸗
§. 43. Das Teigmahl oder ſchwarze Maul.
Das Teigmahl oder ſchwarze Maul der Lämmer iſt ein Ausſchlag, den ſie um Naſe und Maul bekommen. Eine Salbe aus Schieß⸗ pulver und Oel iſt ein ſehr zweckmäßiges Mittel.
5. 44. Die Schwaͤmmchen oder der Faſch.
Die Schwaͤmmchen oder der Faſch der Laͤmmer iſt ein dieſer Kinderkrankheit ſehr ähn⸗ liches Uebel: kleine Bläschen, womit die inne⸗ ten Theile des Mauls beſetzt ſind, und die ſich


