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teres iſt man durch die Meinung vom thieri⸗ ſchen Urſprunge der Krankheit geleitet worden, indem man ſich dieſen nicht anders zu erflaren wußte, als daß man annähme, das Inſekt ſreſſe ſich durch den Schaͤdel durch.
Die innere bewirkende Urſach des Uebels benimmt ſchon alle Hoffnung durch Arzney⸗ mittel etwas dagegen ausrichten zu konnen. Auch ſind mancherlei vorgeſchlagene Mittel un⸗ wirkſam befunden worden.
Allein die Durchbohrung des Schaͤdels und die Entleerung, oder ſelbſt die Herauszie⸗ hung der Waſſerblaſe iſt anwerdbar beſunden und zuweilen mit Erfolg vorgenommen wor⸗ den. Es kommt nur darauf an, daß dieſe Blaſe an einer Stelle ſitze, wo man ſie ohne todtliche Verletzung treffen kann, und daß man dieſe Stelle entdecke. Ich habe mehrere Koͤpfe drehender Schafe, unter andern zwei mit dem ſcharfſinnigen Dr. Gall unterſucht, und immer die Blaſen ſo liegend geſunden, daß ihnen durchaus nicht beizukommen war, ohne das Thier augenblicklich zu todten. Eins hatte ſogar drei Blaſen, die eine zwiſchen dem großen und kleinen Hirn, die zweite unter dem kleinen Hirn, und die dritte lag an der Seite auf dem großen Hirn. Letztere haͤtte man leicht und ſicher treffen können, allein es war aͤußerlich am Schädel nichts zu bemerken, was ihre Lage


