164 läuft vorwärts, ſtolpert, faͤllt nieder, ſteht
wieder auf, und ſtolpert abermals, wobei es
die Raſe manchmal unter ſich bekommt oder ſie in die Hohe hebt. Endlich läßt ſichs auch vom Hunde nicht mehr bei der Herde halten, frißt wenig mehr, faͤllt um, wird ganz empfin⸗ dungslos und ſtirbt.
Die Krankheit befaͤllt in der Regel nur Lämmer und Jährlinge, ſelten ein Thier uber zwei Jahr.
Den Sis der Krankheit entdeckt man im⸗ mer unverkennbar im Gehirne. Man findet daſelbſt an einer oder mehreren Stellen eine Waſſerblaſe, und in derſelben mehr oder we⸗ niger kleine Kornerchen, die nach der PVerſi⸗ cherung aller glaubwuͤrdigen Beobachter unter dem Mikroſkop beſtimmte HOrganiſation, Leben und willkuͤhrliche Bewegung zeigen, und von den Naturforſchern Taenia socialis genannt werden⸗
Ueber die Entſtehung dieſer Krankheit, und folglich uͤber ihre Vorbauung weiß man bis jetzt nichts zuverläßiges. Einige ſchreiben ſie dem Sonnenſtiche, andere heſtigen Stdßen an dem Kopfe zu, aber ohne hinlaͤnglichen Grund. Man hat geglaubt, ſie dadurch ver⸗ hindern zu können, daß man den jungen Thie⸗ ren die Kopfwolle nicht abſcheere, oder daß man ihnen die Stirn mit einem Pechpflaſter bedecke; aber beides iſt unwirkſam befunden. Aufletz⸗


